10.04.01 Nachhaltige Aktien , Meldungen

10.4.2000 "A.U.G.E. Umwelt AG binnen eines Jahres im Freiverkehr" / Interview mit Dr. Ullrich Kypke, Vorstand der Hamburger A.U.G.E. Umwelt Holding AG

Dr. Ullrich Kypke erklärte im Interview mit ECOreporter.de, dass sein Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten eine Börsennotierung im Freiverkehr anstrebt.

ECOreporter.de:
Dr. Kypke, die Kapitalerhöhung (KE) ist überzeichnet. Wieviel Geld hat die A.U.G.E. Umwelt AG bekommen?

Kypke:
600.000 Aktien zu 8,40 Euro; das sind ca. 9,5 Millionen DM. Bisher gab es 1.289.700 Stückaktien. Nach der KE gibt es + 600.000 = 1.889.700 Aktien.Der Nennwert betrug bisher je Aktie 5,- DM. Seit der letzten Hauptversammlung (HV) sind es nennbetragslose Inhaber-Stückaktien.

ECOreporter.de:
Wieviel Prozent der Kapitalerhöhung zeichneten Alt-Aktionäre?

Kypke:
Ca. 25 Prozent.

ECOreporter.de:
Ein Drittel der Summe soll in die bestehenden Projekte der AUGE fließen. Worum handelt es sich dabei, wofür soll das Geld verwendet werden?

Kypke:
Es gehen ca. zwei Drittel in die Beteiligung mit der Baumhaus AG einschließlich des Aufwands, den wir für den Erwerb aller verfügbaren Rechte für die Janosch/Emil Grünbär - Figurengruppe aufwenden müssen. Wir beteiligen uns mit ca. einem Drittel an der gemeinsam neu in Frankfurt/Main gegründeten Baumhaus AG. Die "bisherige" Baumhaus AG mit Sitz in der Schweiz wird alle Rechte in die neue Gesellschaft mit einbringen. Ein Drittel der Kapitalerhöhung bleibt in der "Kriegskasse". Weitere Investitionsmittel gehen in interessante und schon etablierte Medienprojekte. Einzelheiten darf ich noch nicht nennen. Ich kann aber sagen: die Aktionäre werden sich vermutlich genauso freuen wie aktuell der Vorstand von A.U.G.E. AG.

ECOreporter.de:
Haben die bestehenden Projekte in der Vergangenheit Gewinn abgeworfen?

Kypke:
Die Emil Grünbär-Projekte in jedem Fall und in jedem Jahr. Auch deshalb bauen wir diesen Bereich massiv aus. Andere Projekte sind nicht zu unserer Zufriedenheit gelaufen. Dazu gehören z. B. der Vertrieb der Fachinformationen auf CD-ROM. Obwohl hier die Produkte selbst ausgezeichnet sind, ist ein solcher "Detailvertrieb" nicht unsere Kernkompetenz. Wir haben die Konsequenz daraus gezogen und den gesamten Vertrieb an unsere Beteiligungsgesellschaft OIKOS GmbH abgegeben.

ECOreporter.de:
Worin genau besteht das Joint-Venture mit der Baumhaus Medien AG?

Kypke:
Wir beteiligen uns an der Gesellschaft, die unter dem Motto "Gutes für Kinder" konsequent "Erlebnis- und Figurenwelten" mit einer integrierten Produktion von Printprodukten, Audio-, Video, Merchandising und TV-Produktionen realisiert. Und das mit dem Maßstab unserer ethischen Prinzipien sowie der höchsten inhaltlichen, konzeptionellen und künstlerischen Ansprüche. Wir geben Beteiligungsinvestitionen, "unsere" Janosch/Emil Grünbär Figur, und auch unsere aktive Kompetenz und Erfahrungen in das neue Unternehmen. Wir wollen die Baumhaus AG zu der großen Produktionsstätte für verantwortungsbewußt gestaltete, erlebnisorientierte, fröhliche Medienproduktionen weiter entwickeln.

ECOreporter.de:
Wieviel Einfluß hat die A.U.G.E. AG auf die Geschäftspolitik der Baumhaus AG, so weit die Janosch-Figuren betroffen sind?

Kypke:
Unser Einfluss ist durch vertragliche und personelle Regelungen gesichert. Wir werden im Aufsichtsrat und auf der operativen "Führungsetage" der Baumhaus AG vertreten sein.

ECOreporter.de:
Aus welchen Bereichen erwarten Sie im nächsten Jahr Gewinne?

Kypke:
Aus den Aktivitäten rund um unsere Janosch-Figuren.

ECOreporter.de:
Für wann ist ein Börsengang geplant?

Kypke:
Innerhalb eines Jahres.

ECOreporter.de:
Für welches Börsensegment?

Kypke:
Zunächst im Freiverkehr.

ECOreporter.de:
Herr Kypke, vielen Dank für das Gespräch!

Hinweis: Kopie nur mit Erlaubnis von ECOreporter.de
Anfragen bitte an j.weber@oeko-invest.de
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