10.04.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

10.4.2006 Trotz Nachholbedarf: Nachhaltiges Wirtschaften ist laut Studie deutschen Unternehmen wichtig, kann Wertschöpfung und Innovationen treiben

Nachhaltige Aspekte fließen in deutschen Unternehmen systematisch in Managementprozesse ein. Dennoch wird das Gesamtpotenzial nachhaltigen Wirtschaftens noch nicht ganz ausgeschöpft. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Kooperation mit Alois Fatz, dem Mitbegründer des Dow Jones Sustainability Indexes, durchgeführt wurde.

Befragt wurden 20 deutsche Unternehmen, die international tätig sind. Nach GTZ-Angaben beurteilen alle befragten Verantwortlichen nachhaltiges Wirtschaften als strategischen Erfolgsfaktor, der sich positiv auf Image und Wettbewerbsfähigkeit auswirke. Dennoch ermittelte die GTZ in gesamtstrategischer Hinsicht noch Aufholpotenzial. Vor allem in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Marketing würden nachhaltige Aspekte noch zu wenig berücksichtigt.

Nach Ansicht der GTZ messen die Unternehmen nachhaltigem Wirtschaften zwar eine hohe Relevanz bei, jedoch würden Nachhaltigkeitsaspekte auf gesamtstrategischer Ebene eher
selten einfließen. Doch erst wenn nachhaltiges Wirtschaften zum Wertschöpfungs- und Innovationstreiber im Kerngeschäft werde, resultiere ein echter Wettbewerbsvorteil daraus. Dazu müssten die Nachhaltigkeitsaspekte mit langfristigen Unternehmenszielen verknüpft und eine aktives Umfeldmanagement betrieben werden. Außerdem gehöre die lokale Anpassung der Konzernstrategien und eine klare Prioritätensetzung im langfristigen Engagement zu den Erfolgsfaktoren.

Hauptauftraggeber der GTZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x