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10.4.2007: Bau des ersten Offshore-Windparks in den USA weiter verzögert

Bürokratische Hürden zögern die Realisierung des ersten geplanten US-Offshore-Windparks weiter hinaus - wenn sie sie nicht sogar verhindern. Denn wie aus US-Medienberichten hervorgeht, hat die für die Genehmigung zuständige Behörde ihre vorläufige Bewertung des Projekts bis in den späten Sommer verschoben. Ursprünglich wollte sie den Bericht im Frühjahr vorlegen. Dadurch verschiebt sich die Realisierung des umstrittenen Projekts noch mindestens bis Sommer 2008.

Der Genehmigungsprozess für den Windpark "Horseshoe Shoal" an der US-Ostküste nahe Nantucket läuft schon sechs Jahre und umfasste Anträge an rund 20 Behörden. Cape Wind Associates will dort 130 Windturbinen mit einer Leistung von 420 Megawatt errichten. Nach Realisierung wäre der Windpark den Berichten zufolge der größte Offshore-Windpark der Welt.

Ein neues Energiegesetz hatte Anfang des Jahres die Zuständigkeit für die Genehmigung des Windparks auf den Minerals Management Service verschoben, der eigentlich für Offshore-Ölbohrungen zuständig ist. Das fehlende Know-How in der Beurteilung von Offshore-Windkraftanlagen ist für die nun angekündigte Verzögerung mit verantwortlich.

Die Realisierung des Windparks hatte schon mehrfach auf der Kippe gestanden (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 12. April 2006).

Bildhinweis: In die Ferne gerückt: ein Offshore-Windpark vor den Küsten der USA. / Quelle: Enova
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