10.05.06 Erneuerbare Energie

10.5.2006: Sturm auf Wind- und Wasserkraft: Provinz Quebec macht rund 18 Milliarden Euro locker

Die kanadische Provinz Quebec will nach US-Medienberichten umgerechnet rund 18 Milliarden Euro in die Errichtung von Wind- und Wasserkraftwerken stecken. Damit würden zusätzliche 4.500 Megawatt (MW) an Wasser- und 4.000 MW and Windenergie-Leistung geschaffen. Die Mittel sollen zusätzlich zu den bereits bewilligten 2,8 Milliarden Euro für das 888-Megawatt-Projekt Eastman 1 bereit gestellt werden. Diese befinde sich im Genehmigungsprozess, die Realisierung sei für 2009 bis 2012 anvisiert.

Ende 2005 verfügte Quebec den Berichten zufolge über eine Wasserkraft-Kapazität von 41.340 Megawatt und stellt so 94 Prozent seines gesamten Stromverbrauchs sicher. An Windkraft, deren Herstellung teurer als Wasserkraft ist, verfüge die Provinz bisher lediglich über 200 MW.

Die Provinz besitze nur ein Atomkraftwerk, in das hohe Summen investiert werden müssten, um seine Laufzeit über 2011 hinweg zu gewährleisten. Die Regierungspolitik ziele aber auf eine Beschränkung der Nuklearenergie.

Durch die neue Initiative sollen 70.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der über den eigenen Bedarf hinausgehende Energieertrag solle exportiert werden. 2005 exportierte Quebec Energie im Wert von umgerechnet 587 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Wert noch bei 271 Millionen Euro gelegen.

Auch die Provinz Ontario fördert Erneuerbare Energien. Hier wurden feste Einspeisevergütungen vereinbart (wir berichteten am 23.3.2006).
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