10.06.03

10.6.2003: Spätfolgen: Über 20 Jahre Haft für Ex-Manager von Elf Aquitaine gefordert

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen die Verantwortlichen im Skandal um den Staatskonzern Elf Aquitaine langjährige Haftstrafen gefordert. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet sollen die drei Hauptangeklagten des Korruptionsskandals, der ehemalige Vorstandsvorsitzende Loik Le Floch-Prigent, sowie die Exmanager Alfred Sirven und Andre Tarallo, für fünf bzw. je acht Jahre ins Gefängnis.

Nach Auffassung der Anklagebehörde haben die Beschuldigten sich persönlich bereichert und die Kassen des Konzerns im großen Maßstab geplündert. Während der Amtszeit von Le Floch- Prigent von 1989 bis 1993 seien insgesamt rund 300 Millionen Euro veruntreut worden, so Staatsanwältin Catherine Pignon. Allein 40 Millionen Euro seien im Zusammenhang mit dem Kauf der ostdeutschen Leuna-Raffinerie an Kommissionen geflossen.

Elf Acquitaine S.A.: ISIN FR0000120420 / WKN 866693
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