10.06.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

10.6.2005: Frei lesbar: Jede dreizehnte Stiftung hat bereits in "Gr?n-Anlagen" investiert

Nachhaltiges Investment kann Satzungsziel und Verm?gensverwaltung gemeinn?tziger Einrichtungen in Einklang bringen - Informationsdefizite bei kleineren Stiftungen - Tagungsband vermittelt Einblick in die Praxis

Berlin/Hamm (?pd) - Fast 13.000 Stiftungen waren Ende letzten Jahres in Deutschland registriert. Bei der Finanzierung ihrer Aktivit?ten stehen viele davon vor einem Problem: Wie l?sst sich das Stiftungskapital so investieren, dass es nicht kontr?r zu den selbst gesteckten Zielen "arbeitet"? Wer sich für den Weltfrieden engagiert, will seine Rendite nicht mit R?stungsg?tern erzielen. Einen Ausweg aus diesem Dilemma zeigt eine Tagungsdokumentation auf, die ab sofort kostenlos erh?ltlich ist.

Um den eigenen Anspruch und die Realit?t der Verm?gensverwaltung in ?bereinstimmung zu bringen, entscheiden sich immer mehr Stiftungen für das so genannte Nachhaltige Investment. Dieses basiert auf Negativ- oder Positivkriterien: Entweder ist die Beteiligung an bestimmten Unternehmen und Branchen - zum Beispiel der Tabakindustrie - ausgeschlossen oder es werden Bereiche wie die Wasserwirtschaft oder die Erneuerbaren Energien gezielt unterst?tzt.

"Im Grunde handelt es sich um einen Filter: Erw?nschtes wird durchgelassen, Unerw?nschtes ausgesondert", erl?utert Manfred Rauschen, Gesch?ftsf?hrer des ?ko-Zentrums NRW und Vorsitzender des Forums Nachhaltige Geldanlagen. Er verweist auf einen willkommenen Nebeneffekt des "gr?nen Geldes": Dieses n?tze nicht nur den Anlegern, sondern auch der Gesellschaft, was gerade für gemeinn?tzige Einrichtungen ein wichtiges Argument sei.

Nach einer Studie der Dr. Dr. Heissmann GmBH aus Wiesbaden hatte 2003 bereits jede dreizehnte Stiftung entsprechende Geldanlagen get?tigt (7,8 Prozent). Weitere 6,3 Prozent der Befragten gaben an, den Kauf solcher Anlageprodukte zu planen.

Die k?nftige Entwicklung h?ngt offenbar aber auch von den Anbietern der "gr?nen" Geldprodukte ab: "Viele Stiftungsvertreter f?hlen sich schlecht ?ber das Nachhaltige Investment informiert", zitiert der stellvertretende Gesch?ftsf?hrer des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (BDS), Dr. Hermann Falk, ein weiteres Ergebnis der Studie. Bisher seien es zumeist die gr??eren, mit hauptamtlichen Mitarbeitern ausgestatteten Stiftungen, die in "Gr?n-Anlagen" investierten.

Wie "Nachhaltiges Investment als Anlagestrategie für Stiftungen" optimal gestaltet werden kann, haben der BDS und das ?ko-Zentrum NRW Ende 2004 in einem gleichnamigen Symposium veranschaulicht. Zu der Veranstaltung, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef?rdert wurde und die anl?sslich der Anlegermesse "Gr?nes Geld" in D?sseldorf stattfand, ist nun ein Tagungsband erschienen. Darin berichten sechs Anwender, Analysten und Anbieter ?ber ihre Praxiserfahrungen mit dem Nachhaltigen Investment.

Die Dokumentation k?nnen Sie hier kostenlos herunterladen (PDF-Format; cirka 1,6 MB). Zudem kann eine gedruckte Ausgabe beim ?ko-Zentrum NRW in Hamm bestellt werden.

Bilder: Manfred Rauschen, Gesch?ftsf?hrer des ?ko-Zentrums NRW; Markus G?tz, Sales Manager bei der Kepler Fonds KAG, Linz, er referierte beim Symposium "Nachhaltiges Investment als Anlagestrategie für Stiftungen" / Quelle: ECOreporter.de
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