10.09.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

10.9.2007: Wochenrückblick: Solon AG wandelt Schuldverschreibung mit 42 Millionen Euro Volumen in Aktien – init innovation in traffic systems AG erhält Großauftrag aus Dubai – Interseroh AG warnt vor Zusammenbruch des dualen Systems

In der vergangenen Börsenwoche legte der DAX um 1,35 Prozent zu auf 7621,72 Punkte. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,94 Prozent auf 13.363,35 Punkte. Der japanische Nikkei-Index verbuchte ein Plus von 0,64 Prozent und schloss mit 16.257,00 Punkten. Der Preis für Erdöl zog weiter an. Nach 69,58 US-Dollar pro Barrel vor zwei Wochen und 72,38 Dollar zum Ende der Vorwoche kletterte der Preis bis letzten Freitag auf 74,56 Dollar (plus 3,01 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) wurde mit 7.245,00 Dollar pro Tonne 4,39 Prozent niedriger gehandelt als in der Vorwoche (7.577,50 Dollar). Ein Euro kostete 1,3763 Dollar, 0,0135 Dollar mehr als zum Ende der Vorwoche.

Die deutsche Solarwirtschaft hat die Solarzellenproduktion in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Das berichtete der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), Berlin. Laut aktuellen Erhebungen hätten die Solarunternehmen im Halbjahr Zellen mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt (MW) hergestellt, so der BSW. Bereits jede vierte weltweit installierte Solarzelle stamme damit aus deutscher Fertigung.

Die Conergy-Tochter Conergy Services GmbH übernimmt die Führung von Frankreichs größtem Windpark in Fruges, Pas-de-Calais. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird das Projekt nach der Fertigstellung 2008 eine Kapazität von 140 MW haben. Entwickelt habe ihn die Ostwind international S. A. R. L..
Die Conergy-Tochter Epuron GmbH verkauft sieben Solaranlagen an die Hannover Leasing GmbH & Co. KG. Die Photovoltaik-Großprojekte mit einer Gesamtleistung von 10,7 MW liegen den Angaben zufolge in Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen.
Der Mutterkonzern Conergy AG strebt für 2007 eine Vervierfachung des Umsatzes in Italien auf mindestens 40 Millionen Euro an. Im Gesamtkonzern will Conergy den Umsatz um 60 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro erhöhen.

Einen Umsatzsprung von 70,9 Millionen Euro in 2006 auf 260 Millionen Euro in 2007 strebt die französische Theolia SA an. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde sich voraussichtlich auf 62 Millionen Euro belaufen (Vorjahr: minus 4,7 Millionen Euro).

Die Q-Cells AG aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt meldete den Abschluss von Absatzverträgen für Solarzellen mit fünf italienischen Partnern. Bereits in 2007 sollen erste Zellen nach Italien geliefert werden. Die Verträge hätten eine Laufzeit von mehreren Jahren.
Laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftsprüfung (IWP), Saarbrücken, erwirtschaftete Q-Cells gemessen am Umsatz den höchsten Gewinn in Deutschland. In der Untersuchung sei die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von 124 börsennotierten Unternehmen aus Industrie, Handel und Service analysiert worden, hieß es. Den dritten Platz belegte mit der Bonner Solarworld AG ein weiteres Solarunternehmen.

Die MEMC Electronic Materials, Inc. aus St. Peters, Missouri/USA hat ihre Umsatzprognose für das dritte Quartal 2007 um etwa fünf Prozent gesenkt. In einem Werk im texanischen Pasadena sei es zu Produktionsverzögerungen gekommen. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit Umsätzen in Höhe von 500 Millionen Dollar gerechnet.

Die Berliner Solon AG für Solartechnik hat ihre Wandelschuldverschreibung mit Laufzeit bis 2010 vorzeitig zurückgezahlt. Anstelle eines Geldbetrages wurden pro Schuldverschreibung 14 Aktien ausgegeben, insgesamt 1,07 Millionen. Therese Raatz, Sprecherin des Solarmodulherstellers, sagte gegenüber ECOreporter.de, man habe die Möglichkeit der Wandlung genutzt um die Zinsbelastung des Unternehmens zu verringern. Die Anleihe habe ein Volumen von 42,26 Millionen Euro gehabt und sei mit 4,5 Prozent verzinst gewesen.

Die Erfurter ersol Solar AG will ab 2008 in den Markt für mikromorphe Solarmodule einsteigen. Der Vorteil der mikromorphen Dünnschicht-Module liege in der besseren Ausnutzung des Sonnenlichts durch eine doppelte Anordnung, so ersol. Mit Hilfe einer so genannten „Tandemzelle“ sei eine 50-prozentige Steigerung des Wirkungsgrades und damit auch der Modulleistung im Vergleich zur amorphen Technologie erreichbar.

Die Biostrom Energy Group AG hat einen Vorvertrag mit der Stadt Potsdam über den Bau von zehn Biogasanlagen sowie zwei ‚CarboCompact’ Anlagen abgeschlossen. Wie die börsennotierte Großaktionärin (75,1 Prozent) BKN BioKraftstoff Nord AG meldete, geht es um ein Gesamtvolumen von 26 Millionen Euro.
Die BKN bietet ihren Aktionären bis zum 12. September insgesamt 1,27 Millionen neue Aktien an. Das Bezugsrecht beträgt 5:1, der Abgabepreis wurde auf elf Euro je Aktie festgesetzt. BKN könnte eigenen Angaben zufolge somit bis zu 13,97 Millionen Euro aus der Platzierung erlösen. Beim Börsengang im Februar 2007 kostete die Aktie 6,50 Euro.

Eine kontrollierende Beteiligung von mindestens 76 Prozent will die Spezialistin für Wasserreinigung, Christ Water Technology AG (CWT), an der zeta-Gruppe übernehmen. Zeta sei ein führender Anbieter von Prozessanlagen für die Biotech- und Pharmaindustrie mit den Geschäftsfeldern Bio- und Verfahrenstechnik, Sterilanlagenbau und -montage und Automation, so CWT. Das Unternehmen erwirtschafte mit 240 Mitarbeitern rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz.

Der Landsberger Großküchenausrüster Rational AG gab das Ende eines Patentrechtsstreits bekannt. Die US-amerikanische Technology Licensing Corporation und Food Automation Service Techniques, Inc. (FAST) habe ihre vor gut einem Jahr erhobene Klage gegen Rational unter Verzicht aller Ansprüche zurückgenommen. Im Gegenzug hätten auch die Rational AG und ihre Tochter Rational Cooking Systems, Inc. die eingereichten Klagen zurück gezogen.

Der Vorsteuerverlust der Beratungsgesellschaft EcoSecurities Group wird im ersten Halbjahr 2007 auf 12,0 Millionen Euro springen, nach 8,4 Millionen in der ersten Hälfte 2006. Wie die Nachrichtenagentur AFX berichtete, kletterte das Umsatzvolumen gleichzeitig von 841.000 Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,59 Millionen Euro. Das Portfolio an Emissionszertifikaten nach dem Clean Development Mechanism (CDM) sei um 14 Prozent gegenüber 2006 auf 178 Millionen CERs gestiegen.

Gemeinsam mit einem Kooperationspartner hat die Verkehrstelematikspezialistin init innovation in traffic systems AG eine Ausschreibung der Verkehrsbetriebe von Dubai gewonnen. Im Rahmen des Aufbaus eines Öffentlichen Verkehrsnetzes sollten über 1.300 Busse mit Bordrechnern ausgerüstet werden, teilte das Unternehmen aus Karlsruhe mit. Ferner sei ein Leit- und Informationssystem aufzubauen.
Der Auftragsbestand erhöhe sich durch das Geschäft auf mehr als 90 Millionen Euro. Das für 2008 geplante Umsatzwachstum sei damit weitgehend abgesichert.

Die US-Entsorgungsspezialistin Stericycle Inc. muss nach eigenen Angaben Schadenersatz an die australische SteriCorp leisten. Wie sie mitteilte, entschied ein Vermittler, dass Stericyle sich wegen nicht erfolgter Lieferungen des Vertragsbruchs schuldig gemacht habe. Stericycle erklärte, die Höhe des Schadenersatzes sei nicht erheblich; genaue Zahlen will das Unternehmen erst in einigen Wochen nennen.

Die niederländische Triodos Bank NV investiert in Aktien des gleichfalls niederländischen Nahrungsmittelherstellers Wessanen N. V. Wessannen besitzt eine Reihe von Marken aus dem Bereich Naturkost, darunter der Honigspezialist Allos.

Die Masterflex AG aus Gelsenkirchen ist im neuen Index NRW MIX 50 der Börse Düsseldorf vertreten. Wie das Unternehmen miteilte, setzt sich der NRW-MIX aus den 50 größten Aktiengesellschaften in Nordrhein-Westfalen zusammen, die nicht im DAX 30 vertreten sind.

Die Opta Minerals, Tochterunternehmen der kanadischen SunOpta Inc., hat nach eigenen Angaben das slowakische Unternehmen Newco a.s. übernommen. Die Newco aus Kosice liefere patentierte Entschwefelungs- und Feuerfestprodukte und erwirtschafte einen Jahresumsatz von rund 7,4 Millionen US-Dollar. Hauptabnehmer sei die europäische Stahlindustrie.

Die Aktionäre der Wasserreinigungsspezialistin Best Water Technology AG (BWT) haben eine neue Struktur für das Unternehmen beschlossen. Wie BWT mitteilte, soll die BWT AG künftig als Holding arbeiten. Das operative Geschäft in Österreich werde die neue Tochtergesellschaft BWT Austria GmbH übernehmen.

Die US-amerikanische Kaffeehauskette Starbucks plant, ihre erste Filiale in Russland zu eröffnen. Laut Medienberichten will das Unternehmen zunächst in einem Einkaufszentrum in Moskau Kaffee anbieten. Russland bilde neben China, Indien, Brasilien und Ägypten einen der Schwerpunkte der Expansionsstrategie von Starbucks.

Die Kölner Agor AG hat ihre neue Anlage zur Aufbereitung von Aluminiumsalzschlacken planmäßig in Betrieb genommen. Presseberichten zufolge konnte die dritte Anlage des Unternehmens im ersten Halbjahr zwar nur 0,6 Millionen Euro zum Gesamtumsatz in Höhe von 24 Millionen Euro beitragen. Gleichzeitig seien Anlaufverluste von 1,9 Millionen angefallen, die das Halbjahresergebnis belastet hätten. Der Anlagendurchsatz werde nun jedoch kontinuierlich erhöht, man rechne mit zweistelligen, prozentualen Umsatz- und Ergebnissteigerungen für das Gesamtjahr 2007 bei Agor.

Das US-Naturkostunternehmen United Natural Foods hat im Geschäftsjahr 2007 (30. Juli 2006 – 28. Juli 2007) den Nettoumsatz um 13,2 Prozent auf 2,75 Milliarden Dollar gesteigert. Die Bruttomarge lag mit 18,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 19,1 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2008 strebt das Unternehmen ein Umsatzplus von 11 bis 14 Prozent an. Der Gewinn je Aktie soll 19 bis 24 Prozent betragen.

Das US-amerikanische Geothermie-Unternehmen Calpine hat im Juli einen Nettoverlust in Höhe von 27 Millionen Dollar verbucht. Im Vormonat hatte die Gesellschaft noch eine Million Dollar Gewinn gemacht. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vormonat ebenfalls zurück, von 774 Millionen Dollar auf 760 Millionen Dollar. Die im kalifornischen San Jose ansässige Calpine steht unter Gläubigerschutz.

Interseroh warnte vor einem möglichen Zusammenbruch des dualen Systems in Deutschland. Der Markt stehe derzeit unter erheblichem Druck durch ‚Trittbrettfahrer’, dabei handele es sich um Unternehmen, die für die Rücknahme und Verwertung ihrer Verkaufsverpackungen nicht oder nur teilweise bezahlen. Unternehmenssprecher Michael Block erklärte gegenüber ECOreporter.de, man habe „finanzielle Vorkehrungen“ getroffen. Im Unterschied zum Ex-Monopolisten DSD wäre Interseroh auch bei einem Zusammenbruch des dualen Systems im Ernstfall zudem nicht in seiner Existenz bedroht. Block: „Den Grossteil unserer Umsätze erwirtschaften wir im Rohstoffhandel und im Stahl- und Metallrecycling.“

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Bewegliche Einzelsolaranlagen vom Typ "Solon Mover" der Solon AG / Quelle: ECOreporter.de; Wasseraufbereitungssystem "Septron" der CWT; Weißblechrecycling bei Interseroh / Quelle jeweils: Unternehmen

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