01.10.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

1.10.2004: Hoffnung für condomi: Polen sollen den deutschen Kondomhersteller retten

Die Kölner condomi AG hat weitere Einzelheiten zum Rettungsversuch durch die polnische Tochter unimil S.A. bekannt gegeben (ECOreporter.de berichtete). Als ersten Schritt werde unimil die Bankschulden der anderen Gesellschaften der condomi Gruppe übernehmen, heißt es. Das sei durch einen entsprechenden Vertrag vereinbart worden. Der Kaufpreis liege unter dem Nominalwert der Verbindlichkeiten in Höhe von rund 37 Millionen Euro. Über die Details des Vertrages sei Verschwiegenheit vereinbart worden.

Ob es wirklich zu der erhofften Rettungstat kommt, bleibt weiter offen. Der Vertrag zwischen unimil und condomi tritt laut der Meldung erst dann in Kraft, wenn die Kapitalerhöhung des polnischen Unternehmens in das zuständige Handelsregister in Polen eingetragen ist. Wenn das nicht bis zum 1. Dezember 2004 klappe, könnten sowohl die Banken als auch die unimil S.A. vom Vertrag zurücktreten oder eine Verlängerung der gesetzten Frist vereinbaren, so die Meldung.

Anschließend an die Tilgung der Bankschulden werde die unimil laut dem Sanierungskonzept für condomi einen teilweisen Forderungsverzicht aussprechen, berichtete condomi weiter. Dadurch werde sich die Zinslast für condomi verringern, das Eigenkapital werde gestärkt. Gleichzeitig wolle die Tochter der deutschen Mutter - wenn alles wie vorgesehen klappt - zusätzliche liquide Mittel zur Verfügung stellen. Condomi plane dann die begonnene Restrukturierung abzuschließen. Die Standorte der condomi Gruppe, Erfurt und Köln, sollten erhalten bleiben.

Condomi AG: ISIN DE0005444905 / WKN 544490
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