11.11.04 Erneuerbare Energie

11.10.2004: Energiewende konkret - Ölbohrinseln sollen Standorte für Windkraftanlagen werden

Offshore-Windparks mit einer Leistung von insgesamt bis zu 500 MW sollen im Golf von Mexiko entstehen. Das plant die Wind Energy Systems Technologies LLC (WEST). Das Unternehmen entwickelt Windkraftprojekte für die Herman G. Schellstede & Associates Inc. aus dem US-Bundesstaat Louisiana. Diese hat in den vergangenen drei Jahrzehnten Plattformen für die Förderung von Mineralöl und Erdgas errichtet. Allein vor der Küste von Louisiana gibt es rund 1.000 Förderplattformen. Deren Demontage stellt für Mineralölkonzerne einen großen Unkostenfaktor dar.

Laut einem Bericht der Iran Daily will die WEST im Golf von Mexiko ausrangierte Bohrinseln als Standort für Windkraftanlagen nutzen. Dabei werde sie sich zunächst auf Anlagen in der 12 Meilen Zone vor Louisiana konzentrieren. Denn dort könne man den regenerativ erzeugtem Strom über bereits existierende Leitungen ins Netz des Bundesstaates einspeisen. Das Unternehmen hofft den Angaben zufolge, schon im kommenden Jahr Windkraftanlagen mit einer Leistung von 50 MW installieren und in Betrieb nehmen zu können. In Zukunft sollen auch die Bundesstaaten Texas und Mississippi mit offshore auf Bohrinseln erzeugtem Windstrom versorgt werden. WEST beabsichtigt darüber hinaus, Energie für Tiefbohrprojekte im Golf von Mexiko bereit zu stellen.

Laut einer aktuellen Meldung hat WEST nun für die Umsetzung ihrer Offshore-Pläne die Finanzierungsgesellschaft GT Energy ins Boot geholt. Sie ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Erneuerbare Energie Projekten.

Bildhinweis: Werden bald Offshore-Anlagen die Südküste der USA säumen? / Quelle: Enova
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