11.10.04

11.10.2004: Meldung: Drägerwerk AG: Verhandlungen mit der Stadt Lübeck über Standortbedingungen

Hansestadt Lübeck und Landesregierung Schleswig-Holstein stellen Dräger Medical Standortverbesserung in Aussicht / Dräger Medical: Andere Standorte stark im Rennen / Flexibilisierung und Kosten der Arbeit am Standort bleiben entscheidender Faktor für die Auswahl / 50 bis 70 Mio Euro Investitionssumme geplant

Lübeck, 11.10.2004 - Wie die Drägerwerk AG, Lübeck, mitteilte, fand heute bei Dräger seitens der Hansestadt Lübeck durch Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe und seitens der Landesregierung Schleswig-Holstein durch Wirtschaftsminister Dr. Bernd Rohwer eine Konzeptpräsentation zur Stärkung der Standortposition der Dräger Medical in Lübeck statt. Im wesentlichen geht es darum, was das Land und die Stadt dazu beitragen können, damit Dräger - bei veränderten Rahmenbedingungen, insbesondere einem verstärkten Preis- und Kostendruck - für die Dräger Medical eine neue Firmenzentrale und moderne Fertigung hier in Lübeck errichten kann. Dräger begrüßt die Vorschläge der Stadt Lübeck und der Landesregierung, vor allem die Investitionsförderung des Landes, die Teilschließung der Finkenstraße und des Schwarzen Weges, die das Firmengelände bislang durchschneiden, und Strukturmaßnahmen zur besseren Verkehrsanbindung. Die präsentierten Maßnahmen werden nunmehr in die weitere Analyse und Standortbewertung einfließen.

An dem bislang kommunizierten Zeitplan der Entscheidungsfindung bis Ende Dezember 2004 wird Dräger bzw. werden die beiden internen Arbeitsgruppen festhalten und dabei alle Standortfaktoren gebührend berücksichtigen. Entscheidend für den Standort, so Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk AG, Theo Dräger, seien, wie bereits mehrfach betont, eine Verbesserung der Kostenposition, um den weltweiten Wettbewerb von Lübeck aus bei mehr als 80 Prozent Umsatz außerhalb Deutschlands bestehen zu können. Dazu gehöre auch eine wesentliche Verbesserung bei Flexibilisierung und Kosten der Arbeit. Deshalb befänden sich auch andere interessante Standorte im Rennen, zum Beispiel im nahen Hamburger oder Mecklenburger Raum, in Tschechien oder Shanghai. Dort könne ein Ausbau der zum Beispiel in Shanghai schon vorhandenen Fertigung erfolgen, bei unvergleichlich günstigeren Kosten und hoher Flexibilität.

Betroffen von der Standortfrage sind wie berichtet rund 1.700 Mitarbeiter der Dräger Medical in Lübeck. Sollte die Entscheidung für Lübeck positiv ausfallen, schätzt Theo Dräger, dass das Investitionsvolumen für eine neue Firmenzentrale und Fabrik in der Hansestadt 50 bis 70 Mio Euro betragen könnte, und mit den neuen Arbeitsabläufen der Anteil hochqualifizierter Arbeitsplätze eher noch zunehmen werde. Seit Ende 2000 ist trotz diverser Restrukturierungen am Lübecker Standort die Belegschaft der Dräger Medical AG & Co. KGaA um 127 Mitarbeiter bzw. um rund 8 Prozent gewachsen. Insgesamt ist die Lohn- und Gehaltssumme der Dräger Medical AG & Co. KGaA in diesem Zeitraum sogar um 25,3 Prozent auf 93 Mio Euro gestiegen. An sehr vielen Positionen wurden höher qualifizierte Mitarbeiter eingestellt. Für die Region Lübeck bedeutet dies zugleich eine ebensolche Erhöhung der Kaufkraft.


Kontakt
Dr. Welf Böttcher
Drägerwerk AG
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Moislinger Allee 53-55
23542 Lübeck
Tel: +49 451 882 2201
Fax: +49 451 882 3944
Mail: welf.boettcher@draeger.com
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