11.10.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

11.10.2005: Die n?chste, bitte - F?r die Solaraktie der Sunline AG endet morgen die Zeichnungsfrist

Wer bei den B?rseng?ngen von Q-Cells und ErSol nicht zum Zuge gekommen ist, kann noch bis morgen versuchen, Aktien der Sunline AG zu zeichnen. Dann endet die Zeichnungsfrist für die Wertpapiere des Unternehmens mit Sitz in F?rth, das Photovoltaikanlagen plant, projektiert und vertreibt. Es konkurriert damit unter anderem mit Conergy und Ph?nix Sonnenstrom, zwei deutschen Solarunternehmen, die in den vergangen 12 Monaten mitgro?em Erfolg an die B?rse gestartet sind. Diese sind auch aufgrund gr??erer Kapitalkraft zuletzt allerdings deutlich st?rker gewachsen als Sunline und haben einen weitaus h?heren Marktanteil erobert. Wohl auch deshalb bewerten Experten das Angebot der F?rther eher zur?ckhaltend. So etwa Going Public; dort wird zwar die Zeichnung empfohlen, doch nur, um zeitnah Zeichnungsgewinne zu realisieren. Die Begr?ndung: Die ung?nstige Positionierung innerhalb der Wertsch?pfungskette und die "augenblicklichen ?berhitzung der Photovoltaik-Branche".

Der Festpreis für die Sunline-Aktie betr?gt 5,30 Euro je St?ck. Laut dem in Wien erscheinenden B?rsenbrief ?ko-Invest sind damit zumindest in den n?chsten Monaten Gewinne m?glich. Laut seinen Berechnungen ist für diesen Zeitraum mit Kursen von 4,50 bis 7,50 Euro zu rechnen. Auch er beklagt die geringen Margen im Gesch?ft der Sunline AG. Laut Unternehmensgr?nder und Vorstandsvorsitzender Wolfgang Wismeth, der mit 69,1 Prozent auch weiterhin Gro?aktion?r des Unternehmens bleiben will, waren in der Vergangenheit vor allem Kapitalengp?sse daf?r verantwortlich, dass Sunline eher wenig vom enormen Marktwachstum der Solarbranche profitierte. Andernfalls h?tte man etwa 2004 einen doppelt so hohen Umsatz erreichen k?nnen, erkl?rte er bei der Vorstellung der Emission. Es habe an Mitteln zum Erwerb von Modulen gefehlt, die das Unternehmen erst fremdfinanzieren musste.

Der Sunline-Chef hat bereits angek?ndigt, die Einnahmen aus dem B?rsengang zum gr??ten Teil zur Abl?sung der Bankverbindlichkeiten in H?he von 2,3 Millionen zu verwenden. Die so deutlich verbesserte Finanzstruktur werde es dem Unternehmen erm?glichen, in Zukunft an den Kapitalm?rkten bessere Konditionen auszuhandeln. Nur 300.000 Euro sollen in die Produktentwicklung flie?en. Eher vage blieb Wismeths Ank?ndigung, beim anvisierten Ausbau des Vertriebsnetzes auch eine Niederlassung in Spanien zu gr?nden. Der Solarmarkt dort gilt als besonders aussichtsreich (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 6. Oktober). Bei den hohen Verbindlichkeiten bleibt dem Systemanbieter für Solartechnik für eine internationale Expansion ohnehin nur wenig Spielraum. Auch hat die Konkurrenz, die bislang ?ber gr??ere Mittel verf?gte, im Ausland bereits Claims abgesteckt (in einem ECOreporter.de-Interview hatte Wismeth im September unter anderem die Expansionspl?ne der Sunline AG im Ausland erl?utert).

Mit einem maximalen Volumen von h?chstens neun Millionen Euro f?llt die Emission der 1,7 Millionen Aktien der Sunline AG insgesamt ausgesprochen klein aus. Zum Vergleich: Der Gesamtwert der rund 6,6 Millionen im Rahmen ihres B?rsenganges platzierten Aktien der Q-Cells AG belief sich auf 313 Millionen Euro, davon flossen 242 Millionen Euro in die Kasse des Thalheimer Solarzellenhersteller. Bei ihrer Ausgabe von 4,5 Millionen Aktien im Fr?hjahr flossen der Hamburger Conergy insgesamt rund 100 Millionen Euro zu. Bei dem kleinen Ausgabevolumen sind für an der Sunline-Aktie interessierte Anleger die Chancen auf eine Zuteilung recht gering. Die den B?rsengang der F?rther begleitende Baader Wertpapierhandelsbank rechnet folgerichtig mit einer klaren ?berzeichnung. F?r den 20. Oktober ist die Erstnotierung der Sunline AG im Freiverkehr der B?rse M?nchen sowie der B?rsen Frankfurt und Berlin-Bremen geplant. Zeichnungsauftr?ge nehmen fast alle in Deutschland ans?ssigen Banken entgegen.

Sunline AG: ISIN DE000A0BMP00 / WKN A0BMP0

Bildhinweis:
Solarpark der Ph?nix Sonnenstrom AG / Quelle: Unternehmen;
Wolfgang Wismeth, Vorstandsvorsitzender der Sunline AG / Quelle: Unternehmen
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