11.10.05 Erneuerbare Energie

11.10.2005: "Kein Integrationsmodell, sondern ein Mitnahmemodell" - Informationskampagne für Erneuerbare Energien weist VDEW-Modell für Finanzierung Erneuerbarer Energien zur?ck

Auf eine Studie im Auftrag des Verbandes der Elektrizit?tswirtschaft (VDEW) ?ber die Kosten der Erneuerbaren Energien hat jetzt auch die Informationskampagne für Erneuerbare Energien reagiert. Die besagte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Umstellung der bisherigen F?rderung des Ausbaus regenerativer Energien die deutsche Volkswirtschaft jedes Jahr um 5,5 Milliarden Euro entlasten w?rde (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 10. Oktober). Sie unterst?tzt damit die Position des VDEW, der das EEG durch ein so genanntes Integrationsmodell ersetzen lassen will. Dieses sieht vor, dass Strom aus Erneuerbaren Energien meistbietend verkauft wird.

"Das ist kein Integrationsmodell, sondern ein Mitnahmemodell", stellte dazu jetzt Simone Peter fest, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin. Es f?rdere weder Erneuerbare Energien noch macht es sie g?nstiger. Beg?nstigt w?rden dadurch vielmehr vor allem Investitionen in Windenergieanlagen im Ausland. Zudem seien die tats?chlichen Kosten der Erneuerbaren Energien "deutlich geringer als die Stromwirtschaft der Bev?lkerung glauben machen will", so Peter weiter. Die Umlage für Strom aus Erneuerbaren Energien liege nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in diesem Jahr bei einem halben Cent pro Kilowattstunde (0,54 ct/kWh). Allein das Ablesen des Stromz?hlers schlage dagegen umgerechnet mit einem Cent zu Buche.

"Den gr??ten Anteil am Strompreis haben aber die Transportkosten, das verschweigen die Stromkonzerne gerne", erkl?rte die Kampagnensprecherin." Gerade hier k?nnten Kraftwerke auf Basis Erneuerbarer Energien Vorteile bringen, weil sie mit ihren dezentralen Standorten n?her an den Verbrauchern liegen. Zudem warf sie den Stromkonzernen vor, von ihren Kunden etwa zwanzig Prozent mehr Geld für Erneuerbare Energien verlangen, als sie in Wirklichkeit daf?r aufwenden. Das gehe aus Berechnungen des BEE hervor.
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