01.11.02 Nachhaltige Aktien , Meldungen

1.11.2002: voestalpine schluckt VAE - Abfindung für Kleinaktionäre

Die österreichische voestalpine AG (WKN 867200), Linz, will den ebenfalls österreichischen Weichenbauer VAE AG (WKN 885243) vollständig übernehmen, das berichtete das Stahlunternehmen in einer Pressemitteilung. Im Zusammenhang mit der Übernahme der von der Vossloh AG gehaltenen Anteile an der VAE AG durch die voestalpine Bahnsysteme GmbH solle in einer außerordentlichen Hauptversammlung der VAE AG, die für den 4. Dezember 2002 angesetzt wurde, eine verschmelzende Umwandlung der VAE AG auf ihren Hauptgesellschafter beschlossen werden. Die Kleinaktionäre der VAE AG will voestalpine in bar abfinden. Der Abfindungspreis wurde auf 225,49 Euro je VAE-Aktie festgelegt. Darin enthalten sei eine anteilige Abgeltung für den geschätzten Jahresüberschuss der VAE AG für das Geschäftsjahr 2002. Die Zahlung plane man für Ende Januar 2003, so voestalpine. Der Preis pro Aktie liegt damit um 1,8 Prozent über dem an die deutsche Vossloh AG gezahlten Betrag (221,47 Euro).

Anfang Oktober 2002 hatte das Unternehmen den Besitz von 75,5 Prozent der Anteile an der VAE erklärt. Zuvor hatte voestalpine gut 45 Prozent der Aktien des Weichenbauers gehalten. 9,4 Prozent der Papiere befinden sich derzeit noch im Streubesitz. Franz Struzl, Chef des Stahlkonzerns, rechnet mit dem Abschluss der geplanten Totalübernahme im ersten Quartal 2003. Die Kosten sollen sich auf insgesamt fast 170 Millionen Euro belaufen.

Im Geschäftsjahr 2001 erzielte die VAE AG einen Umsatz in Höhe von knapp 321 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich auf 25,3 Millionen Euro. Mitte des Jahres 2002 beschäftigte das Unternehmen in seinen mehr als 20 Werken in Europa, Nordamerika, Südafrika und Australien fast 3.200 Menschen.
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