11.12.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

11.12.2003: Panik-Mache: Verband der amerikanischen Chemieindustrie plant Kampagne gegen Chemikalien-Tests

Der Verband der amerikanischen Chemieindustrie plant eine Kampagne gegen Sicherheitstests für Chemikalien. Das berichtet die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) e.V. unter Berufung auf ein entsprechendes Strategiepapier, das ihr von der Umweltorganisation Environmental Working Group zugespielt worden sei. Zum "American Chemistry Council" (ACC) gehören auch die deutschen Konzerne Bayer, BASF und Degussa. Laut dem Bericht will der ACC im Rahmen der Kampagne Umweltaktivisten, Journalisten und Verbraucherschützer anwerben, da diese in der Öffentlichkeit "glaubhafter" als Unternehmensvertreter wirkten. Außerdem sollen schockierende Beispiele für angeblich übertriebenes Vorsorgedenken, wie die Verbreitung tödlicher Krankheiten wegen fehlender Pestizide, präsentiert werden. Man werde versuchen "das Vorsorgeprinzip stigmatisieren", um den "Informationskrieg" gegen die Umweltbewegung zu gewinnen, zitiert die CBG aus dem Konzeptpapier.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen Bayer-Gefahren: "In Werbekampagnen der amerikanischen Chemieindustrie ist von Responsible Care und intensiven Anstrengungen für den Umweltschutz die Rede, gleichzeitig werden Kritiker bespitzelt und selbst elementarste Sicherheitsvorkehrungen mit allen Mitteln bekämpft". Mimkes fordert den Bayer-Konzern daher auf, der ACC zu verlassen und sich deutlich von der Kampagne zu distanzieren.

Bayer AG: ISIN DE0005752000 / WKN 575200
BASF AG: ISIN DE0005151005 / WKN 515100
Degussa AG: ISIN DE0005421903 / WKN 542190

Bild: Chemische Industrie / Quelle: Gesellschaft für Chemiewirtschaft
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