01.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

1.12.2006: Äthiopien und die Starbucks Corp. streiten weiter um Markenrechte

Der ostafrikanische Staat Äthiopien und die US-Kaffeehauskette Starbucks Corp. haben weiterhin verschiedene Ansichten über Markenrechte zu äthiopischem Kaffee. Das geht aus einer Pressemitteilung der äthiopischen Botschaft hervor. Äthiopien will einige seiner Kaffeesorten als eingetragene Warenzeichen schützen und an Starbucks kostenfreie Lizenzen vergeben. Der US-Konzern favorisiert jedoch Zertifikatsrechte (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 6. November). Auch eine Unterredung zwischen dem äthiopischen Ministerpräsidenten H.E. Meles Zenawi und dem Starbucks-Vorsitzenden Jim Donald brachte demnach keine Einigung.

Die äthiopische Regierung will ihre Einnahmen aus dem Kaffee-Export erhöhen und nach eigenen Angaben auch arme Kaffeebauern besser an den Erträgen beteiligen. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass Bauern Kaffeeplantagen zugunsten von Khat, einem narkotisierenden Mittel, aufgeben. Starbucks unterstützt nach eigenen Aussagen diese Ziele und will dabei helfen, äthiopischen Kaffee weltweit wirkungsvoller zu vermarkten. Das US-Unternehmen steht wegen seiner Haltung in der Kritik der Nichtregierungsorganisation Oxfam.

In einer eigenen Presseerklärung weist Starbucks darauf hin, dass es die Interessen Äthiopiens, die Rechte an den eigenen Kaffeesorten zu schützen, unterstützt. Über seien Begegnung mit dem äthiopischen Premierminister sagte Jim Donald: "Wir glauben, dass das Treffen kooperativ und produktiv war. Wir werden uns dafür einsetzen, mit der äthiopischen Regierung eine Lösung zu finden, die den äthiopischen Kaffeebauern hilft."

Starbucks Corp.: ISIN US8552441094 / WKN 884437

Bildhinweis: Eine Starbucks-Filiale./ Quelle: ECOreporter.de
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