12.10.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

12.10.2004: Duales System Deutschland ruft den freien Wettbewerb aus - Kölner Entsorger im Aufwind?

Auf Druck des Kartellamtes gibt das Duale System Deutschland AG (DSD) sein Monopol auf. Laut der Führung der als Grüner Punkt bekannten Gesellschaft soll die Hauptversammlung noch in diesem Jahr das Ende der kartellartige Struktur beschließen. Großunternehmen werden demnach aus dem Aktionärskreis ausscheiden und deren Anteile über die Börse oder am Kapitalmarkt verkauft. Der Anteil bisheriger Aktionäre am Stammkapital soll auf unter 25 Prozent sinken, ein "neutraler Investor" die Anteile halten, bis durch einen Börsengang oder eine vergleichbare Platzierung am Kapitalmarkt der Streubesitz der Aktien hergestellt ist.

Die Kölner Interseroh AG begrüßte in einer Unternehmensmeldung die geplante Öffnung des DSD. Damit seien erste Schritte hin zu einem freien Wettbewerb getan. Man werde beobachten, wie beim DSD die weiteren, für einen offenen Markt mit vergleichbarem Wettbewerb notwendigen Voraussetzungen geschaffen würden, sagte Werner Kook, Vorstandsvorsitzender des Recycling-Dienstleisters. Sein Unternehmen sei für den "fairen Wettbewerb um die besten Lösungen ... sehr gut aufgestellt."

Zudem sieht sich Interseroh mit dem Rückzug der Klage des DSD gegen die Freie und Hansestadt Hamburg zur Aufhebung der Feststellung des Unternehmens als weiteres Duales System bestätigt: "Offenbar haben wir uns zu Recht die Frage gestellt, ob die Klage in erster Linie darauf abzielte, den Wettbewerb durch Interseroh zu verhindern?", so Kook.

Interseroh: ISIN: DE 0006209901 / WKN 620 990

Bildhinweis: Müllsortierung bei Interseroh / Quelle: Unternehmen
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