12.11.02 Nachhaltige Aktien , Meldungen

12.11.2002: Experte widerspricht Vorwürfen gegen Cargolifter

Im ARD-Magazin "Panorama" sind schwere Vorwürfe gegen die insolvente CargoLifter AG (WKN 540261) erhoben worden. So habe es nach Angaben von Ingenieuren keine seriösen Baupläne für das Luftschiff gegeben. Es werde bezweifelt, ob überhaupt ernsthaft der Bau eines Luftschiffes angestrebt worden sei.

Dem widerspricht der Andreas Gebhardt, Leiter des Experten-Hearings, welches im Auftrag des Insolvenzverwalters die technische Machbarkeit des Projekts überprüft hat. Laut dem an der Fachhochschule Aachen für Prototypenentwicklung zuständigen Professor gab es bei der "Leichter-als-Luft"-Technologie keine ungewöhnlichen technischen Schwierigkeiten. Ihm zufolge hat CargoLifter lediglich ein erfahrener Luftfahrt-Manager gefehlt, der die Entwicklung überwachen und zur Produktion führen konnte.

Unterdessen führt die Staatsanwaltschaft Cottbus Vorermittlungen gegen den Luftschiffbauer wegen des Verdachts der Konkursverschleppung. Wie dpa berichtet handelt es sich dabei jedoch um einen regulären Vorgang, der nach jeder Insolvenz eingeleitet wird. Bis zum Jahresende will die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abschließen.

Am Freitag (15.11.) endet die Frist für einen letzten Rettungsversuch des in Brand (Dahme-Spreewald) ansässigen Unternehmens. Bis dahin können die Aktionäre Anleihen zeichnen, um eine Sanierung zu ermöglichen. Dann soll entschieden werden, ob CargoLifter liquidiert wird oder eine Reorganisation möglich ist.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x