12.11.03 Erneuerbare Energie

12.11.2003: SAM berichtet über Wasseranalytik-Aktien und den chinesischen Wassermarkt

Prof. Dr. A. Zehnder erläuterte bei der Sitzung der Beiräte des SAM Sustainable Water Fund die neusten Entwicklungen im Bereich der Wasseranalytik mit Hilfe von Biosensoren. Das meldet die Ratingagentur Sustainable Asset Management (SAM). Als Biosensoren gelten etwa genetisch veränderte Bakterien, welche beim Auftreten von geringsten Konzentrationen eines bestimmten Schadstoffes im Wasser Licht emittieren und so auf das Vorhandensein des Schadstoffs hinweisen. Biosensoren seien ein aktives Forschungsgebiet der EAWAG, so SAM. Weltweit stellt Arsen eine der bedeutendsten anorganischen Verunreinigungen im Trinkwasser dar. Besonders alarmierend ist laut SAM die Situation in Bangladesch, einem Land, in dem über ein Million Menschen an Arsenvergiftung leiden. Insgesamt werde die Bedeutung von schnellen, kostengünstigen und wirksamen Testverfahren zunehmen. Der Wasserfonds habe entsprechend auch einige Firmen im Portfolio, welche Analysegeräte vermarkten.

Ziel der Beiratssitzungen ist SAM zufolge der regelmäßige Erfahrungsaustausch in Bezug auf Technologien, Forschung, Märkte und Entwicklungen bei Anspruchsgruppen. Gleichzeitig werde die Anlagestrategie des SAM Sustainable Water Fund überprüft. Dr. C. Martin, Mitglied des China Council for International Cooperation on Environment and Development, habe auf die rasante Entwicklung (BIP-Wachstum 8%) in China verwiesen. Beispielsweise werden im Hinblick auf Olympia 2008 ganze Städte baulich erneuert. Trotzdem befasse sich die Regierung zunehmend mit Umweltveränderungen, was das kürzlich eingeführte Gesetz über die schonende Waldnutzung beweise. Ein wichtiges Merkmal der chinesischen Entwicklung seien die teils sehr kurzen politischen Entscheidungswege. Obwohl natürlich aus demokratischer Sicht nicht unproblematisch, ermöglichten diese kurzen Entscheidungswege Veränderungsprozesse und -geschwindigkeiten, mit denen die westliche Kultur nicht mehr mithalten könne. Chinesische Unternehmen, welche Produkte rund um die Wasserreinigung und industrielle Verwendung anbieten, könnten an dieser stark wachsenden Wirtschaft entsprechend partizipieren. Im Hinblick auf die teils stagnierenden Wachstumszahlen einiger europäischer Wassergesellschaften müssten Investitionen in asiatischen Firmen speziell geprüft werden.
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