12.11.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

12.11.2004: Minus 7,9 Millionen Euro - REpower Systems AG verdoppelt Verlust vor Steuern in den ersten neun Monaten - Umsatz steigt um elf Prozent

Der Windanlagenbauer REpower Systems AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei höherem Umsatz den Fehlbetrag verdoppelt. Wie das im TecDAX der Deutschen Börse notierte Hamburger Unternehmen meldet, erhöhten sich die Umsatzerlöse von 117,7 Millionen Euro in 2003 auf 130,5 Millionen Euro (plus 10,9 Prozent). Das Betriebsergebnis zum 30. September verringerte sich von minus 3,7 Millionen Euro auf minus 7,9 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern beträgt minus 5,7 Millionen Euro nach minus 3,0 Millionen in den ersten neun Monaten des Vorjahres.
In den ersten drei Quartalen seien 75 Windenergienanlagen errichtet worden, so REpower weiter, die installierte Nennleistung sei im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 3,3 Prozent auf 123,5 Megawatt gestiegen. Die Gesamtleistung belief sich laut dem Bericht auf 152,2 Millionen Euro nach 138,8 Millionen in Vorjahreszeitraum.

Die Hamburger Maschinenbauer werden das Ziel, im Jahr 2004 insgesamt 190 Anlagen aufzustellen, voraussichtlich nicht erreichen. Als Grunde verwies REpower auf "einen deutlichen Rückgang des deutschen Marktes". Dieser sei durch die erfreuliche Entwicklung des internationalen Geschäfts nur zum Teil kompensiert worden. Die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele sei weiterhin möglich, aber im Vergleich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Halbjahresberichtes schwieriger geworden. Entscheidend sei hierfür vor allem der Verkaufserlös der von Denker & Wulf AG im Jahr 2004 errichteten Windparks.
Für 2005 erwarte man aufgrund der bereits heute zahlreich akquirierten Auslandsaufträge einen ausgewogeneren Geschäftsverlauf, der weiteres Wachstum ermögliche.

Das negative Ergebnis in den ersten neun Monaten beruhe zum einen auf dem vor allem für die deutsche Windenergiebranche typischen Saisonalitätseffekt und zum anderen auf der mit dem Unternehmenswachstum einhergehenden höheren Kostenbasis im Bereich der Personal- und Sachkosten, so REpower weiter. Insgesamt lägen die Personal- und Sachkosten jedoch im Plan. Der negative Ergebniseffekt aus der veränderten Behandlung von Projektgesellschaften im IFRS-Abschluss könne zum 30. September mit 3,5 Millionen Euro beziffert werden. Darüber hinaus seien die Abschreibungen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres im Vergleich zur Vorperiode um rund 1,8 Millionen Euro gestiegen. Darin enthalten sei die Abschreibung des Firmenwertes der zweiten französischen Tochtergesellschaft FEdeF in Höhe von 0,6 Millionen Euro, da der Geschäftsbetrieb im Berichtszeitraum eingestellt wurde.

Der Auftragsbestand (ohne Denker & Wulf) weist laut der Meldung Ende September 2004 Kaufverträge über 243 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 433,5 Megawatt aus. Dies entspreche einem Auftragsvolumen von rund 353,8 Millionen Euro und einer Steigerung von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703

Bild: Montagearbeiten an einem Windrad der REpower Systems AG / Quelle: Unternehmen
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