12.12.02

12.12.2002: Energiekontor weist Vorwurf des unseriösen Geschäftsgebarens zurück

In seiner aktuellen Ausgabe hatte das Magazin "Neue Energie" über Geschäftspraktiken der Bremer Energiekontor AG (WKN 531350) im Kreis Paderborn berichtet; Energiekontor-Sprecher Martin Bretag (im Bild) sagte, die dort aufgeführten Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage.

Die "Neue Energie" hatte sich in dem Artikel unter anderem auf Johannes Lackmann, Vizepräsident des Bundesverbandes Windenergie, berufen: Der habe Energiekontor bescheinigt, bei der Standort-Akquisition in der Nähe von Salzkotten wie "der Elefant im Porzellanladen" aufgetreten zu sein. Martin Bretag zufolge basiert dieses Urteil auf Missverständnissen, die aber mittlerweile ausgeräumt seien.

Laut Zeitungsberichten hatte Energiekontor im Ostwestfälischen meist Grundstücke akquiriert, die gar nicht als Sonderbauflächen für Windkraftanlagen vorgesehen sind. Das hatte für Unruhe gesorgt. Wie Martin Bretag einräumt, konnten die mit den Eigentümern abgeschlossenen Verträge den Eindruck erwecken, einer Nutzung für Windkraftanlagen stünde auf dem jeweiligen Grundstück nichts im Wege. Dadurch sahen sich die Kommunen, die bereits andere Vorrangflächen für die Windkraft-Nutzung ausgewiesen hatten, indirekt unter Druck gesetzt. Denn lassen sie auf den Flächen, für die Energiekontor Verträge schließen will, keine Windkraftanlagen zu, so setzen sie sich der Kritik derer aus, denen diese Flächen gehören.

Bereits im September war Energiekontor für sein Vorgehen von der Gemeinde Glandorf bei Osnabrück kritisiert worden. Dem hatte Angela Hennnings, für die Standort-Akquisition bei EnergieKontor zuständig, entgegen gehalten, für ihr Unternehmen seien Flächen bereits interessant, wenn sie aus windtechnischer Sicht Potential böten und die Abstandsvorgaben zur vorhandenen Bebauung einhielten. Die Situation könne sich schließlich in fünf oder sechs Jahren wieder verändert haben, und dann haben man die Optionen auf die Flächen.

So argumentiert man von Seiten der Energiekontor auch im Fall der Akquise der Flächen bei Salzkotten. Allerdings ist diese laut EK-Sprecher Martin Bretag mittlerweile eingestellt worden. Außerdem habe man die Verträge überarbeit und präziser formuliert.

Bild: Martin Bretag (Quelle: Energiekontor)
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