12.12.03

12.12.2003: Meldung: Nordex AG: N80 auf 100 Meter Stahlrohrtürmen

Nordex geht im Binnenland auf neue Höhen
Erster N80-Windpark auf 100 Meter Stahlrohrtürmen

Hamburg, 11. Dezember 2003. In Deutschland werden immer mehr Windenergieanlagen im Binnenland errichtet. Inzwischen gehören Bundesländer wie Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zu den Top Drei in der Rangliste der Neuinstallationen. Das Küstenland Schleswig-Holstein ist dagegen auf Platz fünf zurückgefallen. Gründe hierfür: Die windstarken Standorte am Meer sind bereits weitgehend bebaut. Gleichzeitig lassen sich heute im Binnenland Standorte wirtschaftlich erschließen, die noch vor Jahren uninteressant waren.

"Wer im Binnenland optimale Erträge erwirtschaften will, muss hoch hinaus. Deshalb bieten wir unsere Großanlagen auf über 100 Meter hohen Türmen an", so Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand bei Nordex. Nur bei solchen Turbinen stehen die Mehrkosten für den Turm in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum gewonnenen Ertrag.

Jüngstes Beispiel ist der erste N80-Windpark auf 100 Meter Stahlrohrtürmen. Bislang hat Nordex seine 2,5 MW-Anlage auf 60 oder 80 Meter Türmen gebaut. Im Windpark Zilsdorf liegt der Vorteil durch die Bauhöhe auf der Hand: In 80 Meter Nabenhöhe liegt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit bei 6,6 m/s, 20 Meter höher bei fast 7 m/s. Auf das Jahr gerechnet bedeutet allein das einen Ertragsgewinn von rund 6 Prozent. Aber auch die Windqualität steigt in höheren Regionen. Pedersen: "In Zilsdorf konnten wir die Rotorfläche auf diesem Weg aus der Turbulenzzone bringen". Die Verwirbelungseffekte durch Bodenhindernisse sind im Höhenbereich zwischen 60 und 140 Meter um 25 Prozent geringer als 20 Meter tiefer. Die so genannte laminare Anströmung des Windes führt zu einem geringeren Verschleiß der Anlage und längeren Betriebszeiten.

Bevor die Anlagen in der Eifel bei Trier errichtet werden konnten, musste Nordex jedoch einige technische Herausforderungen lösen, denn der Turm hat es in sich. Vier von sechs Segmenten sind zylindrisch gefertigt. So konnten durch die Verwendung weitgehend identischer Flansche und durch einen geringeren Aufwand beim Zuschnitt Kosten gespart werden. Aber die Dimensionen sind entsprechend gewaltig. Allein das unterste Turmsegment hat einen Durchmesser von 5,7 Meter und wiegt 70 Tonnen - ein Hindernis für jeden Straßentransport, denn Brücken haben eine allgemeine Durchfahrtshöhe von 4,2 Meter.

Die Logistik war gefragt: Mit dem Wasserweg fand Nordex die optimale Lösung. Die Türme und Flügel wurden vom dänischen Esbjerg nach Rotterdam verschifft. Über den Rhein ging es per Binnenschiff bis Trier. Nur noch für die letzten Kilometer zur Baustelle musste die Ladung auf die Straße. "Der Transport auf Wasser benötigt Zeit, ist aber bei Großkomponenten erste Wahl. Auch hinsichtlich der Kosten", so Andreas Petzold, Logistik-Chef bei Nordex. Bei vergleichbaren Tageskosten beträgt die Kapazität eines Binnenschiffs im Vergleich zum LKW ein Vielfaches.


Digitales Bildmaterial zu dem Projekt ist auf den Internetseiten von Nordex kostenlos abrufbar (www.nordex-online.com).


Ansprechpartner für Rückfragen:
Nordex AG
Ralf Peters
Telefon: 040 / 500 98 - 100, Telefax: - 333
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