12.03.04 Erneuerbare Energie

12.3.2004: 17 Prozent weniger Windkraftanlagen? Diskussion um 65-Prozent-Regelung

Die im Entwurf zur Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetz enthaltene 65-Prozent-Regelung könnte den Bau von 17 Prozent der in Deutschland geplanten Windkraftanlagen verhindern. Nach Meinung verschiedener Umwelt- und Energieverbände wird das Vorhaben den Ausbau der Windkraft in weiten Teilen Deutschlands beenden. Nach dem jetzigen Entwurf der Novelle des EEG sollen künftig nur noch die Windstandorte Vergütungen erhalten, die mindestens 65 Prozent eines gesetzlich festgelegten Referenzertrages erreichen. CDU/CSU und die FDP haben sich für eine solche Obergrenze ausgesprochen, die SPD und die Grünen sind dagegen.

Die 65-Prozent-Regelung würde insbesondere windschwächere Standorte in Bayern treffen. Nach Ansicht des Bayerischen Landesverbandes WindEnergie wird dann in Bayern keine einzige Windanlage mehr gebaut werden, da die vorhanden windstarken Standorte landschaftlich geschützt seien. Thorsten Herdan, Geschäftsführer des Verbandes der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), forderte einer Zeitung zufolge, dass der Markt den Ausbau regeln solle. Laut den Verbänden ist auch an windschwachen Standorten eine wirtschaftliche Nutzung von Windenergie möglich. Durch die 65-Prozent-Regelung sei auch die Entwicklung von leistungsstärkeren Anlagen gefährdet.
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