12.3.2007: Gastkommentar von ECOreporter.de-Chefredakteur Jörg Weber bei MSN Money zur Nachhaltigen Geldanlage

ECOreporter.de-Chefredakteur Jörg Weber hat einen Gastkommentar bei MSN Money veröffentlicht. Der Titel: "Ein kleiner Schritt und noch einer"

Es ist halt alles nicht so leicht. Doch wir bemühen uns; ein kleiner Schritt und noch einer... Nur in einem Bereich könnten wir jetzt schon so richtig zufrieden sein: Bei der Geldanlage. Da wüsste ich, wie ich zu 100 Prozent das im Alltag umsetzen könnte, was mir vorschwebt in Richtung Klimawandel. Aber wie das Leben halt so spielt, bin ich als Journalist zu Neutralität verpflichtet und darf deshalb nicht investieren. Doch ich rate jedem Anleger, Nachhaltigkeit und Klimawandel bei der Geldanlage mitzubedenken. Aus drei Gründen:

Erstens geht es beim Klimawandel nicht mehr "nur" darum, die Umwelt zu retten, es geht ums Geschäft. Ein Unternehmen, das sich mit dem Klimawandel nicht auseinandersetzt, kann langfristig nicht erfolgreich sein, und Sie würden mit seiner Aktie nur Geld verlieren. Damit meine ich nicht nur Luftfahrt-Aktien und Automobilhersteller-Werte, sondern schlicht und einfach alle Unternehmen. Selbst der Schuhhersteller, der seine Ware aus China nach Deutschland importiert, muss sich so profanen Fragen stellen wie der, ob in einigen Jahren die Schifffahrtsrouten trotz zahlreicherer Stürme noch befahrbar sind. Oder ob die Schiffe Umwege machen müssen und die Schuhe dann teurer werden. Dann könnte man ja auch gleich wieder in Europa produzieren. Lachen Sie nicht: Gute Unternehmen haben längst Strategie-Abteilungen, die sich mit solchen Fragen auseinandersetzen.

Zweitens bieten Unternehmen und Fonds, die sich an Nachhaltigkeit und Klimaschutz orientieren, langfristig hohe Kurspotenziale.

Und drittens ist der Klimaschutz per Geldanlage noch einfacher als Strom sparen: Die Geldanlage, zum Beispiel ein Fondskauf, beschäftigt Sie einmal im Jahr - Thema durch. Licht müssen Sie jeden Tag X-mal ausknipsen, um Strom zu sparen.

Als letztes der Tipp eines Menschen, der ja gerne überall konsequent wäre und es fast nie schafft: Setzen Sie Ihre eigenen Klimaschutz-Ziele nicht zu hoch. Auch bei der Geldanlage nicht. Beginnen Sie damit, nur zehn Prozent Ihrer Anlagen zu ändern. Drei Monate später noch einmal zehn Prozent. Und so weiter....

Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen
Ihr Jörg Weber

Und hier können Sie den Gastkommentar im Original lesen:
Screenshot des Beitrags (Link entfernt)
Link zu MSN Money
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