12.04.06

12.4.2006: Meldung: Reinecke + Pohl Sun Energy AG: Einladung zur Hauptversammlung am 19. Mai 2006

Reinecke + Pohl Sun Energy AG
Hamburg
-ISIN: DE0005250708 // WKN: 525 070 -
Einladung zur Hauptversammlung


Wir laden hiermit unsere Aktionäre zu der am Freitag, dem 19. Mai 2006 um 11.00 Uhr (Einlass ab 10.00 Uhr), im Haus der Wirtschaft, Kapstadtring 10, 22297 Hamburg stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung unserer Gesellschaft ein.

Tagesordnung
mit Vorschlägen zur Beschlussfassung

1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und des Lageberichts der Reinecke + Pohl Sun Energy AG zum 31. Dezember 2005, Vorlage des gebilligten Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2005 sowie des Berichts des Aufsichtsrats.
Die vorgenannten Unterlagen können in den Geschäftsräumen der Gesellschaft, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg, und im Internet unter www.rpse.de eingesehen werden. Auf Verlangen erhält jeder Aktionär kostenfrei und unverzüglich eine Kopie dieser Unterlagen.

2. Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2005.
Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2005 amtierenden Mitgliedern des Vorstands für dieses Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen.

3. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2005.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2005 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats für dieses Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen.

4. Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2006.
Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Treuökonom Beratungs-, Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2006 zu wählen.

5. Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals; Satzungsänderung.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen:
a) Der Vorstand wird ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Mai 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt EUR 2.325.000,- (in Worten: zwei Millionen dreihundertfünfundzwanzigtausend Euro) durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
(a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
(b) für die Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Optionen, Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten;
(c) zur Gewinnung von Sacheinlagen in Form von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen;
(d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen mit einem Volumen bis insgesamt maximal EUR 465.000,- (in Worten: vierhundertfünfundsechzigtausend Euro), wenn die Aktien börsennotiert sind und der Ausgabepreis der Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
b) § 4 Abs. 6 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:
"Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Mai 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt EUR 2.325.000,- (in Worten: zwei Millionen dreihundertfünfundzwanzigtausend Euro) durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
(a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
(b) für die Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Optionen, Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten;
(c) zur Gewinnung von Sacheinlagen in Form von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen;
(d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen mit einem Volumen bis insgesamt maximal EUR 465.000,- (in Worten: vierhundertfünfundsechzigtausend Euro), wenn die Aktien börsennotiert sind und der Ausgabepreis der Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen."

6. Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und zum Ausschluss des Bezugsrechts.
Da die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien, die durch die außerordentliche Hauptversammlung vom 7. Juli 2005 erteilt worden war, am 7. Januar 2007 und damit voraussichtlich vor dem Termin der nächsten ordentlichen Hauptversammlung erlöschen wird, sollen die bestehende Ermächtigung aufgehoben und eine neue Ermächtigung erteilt werden.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen:
a) Die von der Hauptversammlung vom 7. Juli 2005 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet mit Ablauf des 19. Mai 2006.
b) Der Vorstand wird ermächtigt, vom 20. Mai 2006 bis zum Ablauf des 18. November 2007 Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweils bestehenden Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgenutzt werden. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands als direkter Kauf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel (bzw. einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Erwerb um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen der gebotene Kaufpreis bzw. die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im XETRA-Handelssystem (bzw. einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am 9., 8., 7., 6. und 5. Börsenhandelstag vor der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 20 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 20 Prozent unterschreiten. Wenn das Angebot überzeichnet ist bzw. – im Fall einer Aufforderung zur Abgabe von Angeboten – die Verkaufsangebote der Aktionäre die von der Gesellschaft zum Erwerb vorgesehene Aktienanzahl übersteigen, erfolgt die Annahme nach Quoten. Es kann jedoch eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund der Ermächtigung unter lit. b) erworbenen Aktien der Gesellschaft in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn die Veräußerung der Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis erfolgt, der den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der verbindlichen Vereinbarung der Veräußerung nicht um mehr als 5 Prozent unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben worden sind, insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten.
d) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund der Ermächtigung unter lit. b) erworbenen Aktien der Gesellschaft als Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu verwenden.
e) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund der Ermächtigung unter lit. b) erworbenen Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Durch die Einziehung erhöht sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG. Der Vorstand wird ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend anzupassen.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter lit. c) und d) verwendet werden.
g) Die Ermächtigung unter lit. c) bis e) können einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, die Ermächtigungen unter lit. c) und d) auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden.

7. Anpassung der Aufsichtsratsvergütung; Satzungsänderung
Vorstand und Aufsichtsrat halten angesichts des gewachsenen Umfangs der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und den damit einhergehenden zusätzlichen Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Anpassung der Aufsichtsratsvergütung für erforderlich.
Zu diesem Zweck schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, zu beschließen:
a) Die jährliche Vergütung für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats wird von EUR 3.500,- auf EUR 10.000,- erhöht. Die Vergütung für den Vorsitzenden und für dessen Stellvertreter erhöht sich gemäß § 13 Abs. 2 der Satzung entsprechend.
b) § 13 Abs. 1 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:
"Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr eine feste, nach dem Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von EUR 10.000,- zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer."


Berichte des Vorstands zu den Punkten 5 und 6 der Tagesordnung


Bericht des Vorstands zu Punkt 5 der Tagesordnung (Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals; Satzungsänderung):

Unter Tagesordnungspunkt 5 werden Vorstand und Aufsichtsrat vorschlagen, in der Hauptversammlung die Aufhebung des bisher in der Satzung vorgesehenen Genehmigten Kapitals sowie die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 2.325.000,- zu beschließen. Das zur Beschlussfassung vorgeschlagene Genehmigte Kapital entspricht inhaltlich weitgehend dem Genehmigten Kapital, das auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Juli 2005 beschlossen worden war. Dieses Genehmigte Kapital ist zwischenzeitlich vollständig ausgenutzt worden.

Bei Ausnutzung des Genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein gesetzliches Bezugsrecht zu.

Die in der Ermächtigung des Vorstands vorgesehene Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, wenn Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteile gegen Gewährung von Aktien in die Gesellschaft eingebracht werden sollen, soll der Gesellschaft die Möglichkeit gegeben werden, in geeigneten Fällen Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteile gegen Überlassung von Aktien der Gesellschaft erwerben zu können. Dies kann nur unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre geschehen. Durch die Möglichkeit, im Einzelfall den Erwerb einer entsprechenden Beteiligung durch die Ausgabe von Aktien der Gesellschaft an den oder die Veräußerer zu finanzieren, hat die Gesellschaft die Möglichkeit, eine Erweiterung bzw. Vervollständigung ihrer Tätigkeitsfelder ohne eine Belastung ihrer Liquidität oder der ihr zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel durchzuführen. Die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre hatte es der Gesellschaft unter Ausnutzung des von der Hauptversammlung am 7. Juli 2005 geschaffenen Genehmigten Kapitals ermöglicht, im Geschäftsjahr 2005 eine weitere bedeutende Unternehmensakquisition durchzuführen. Die Gesellschaft muss auch in Zukunft jederzeit in der Lage sein, in den Märkten, in denen sie aktiv ist, im Interesse ihrer Aktionäre schnell und flexibel handeln zu können. Dazu gehört auch, weiterhin Unternehmen oder Beteiligungen daran zur Verbesserung der Wettbewerbsposition zu erwerben. Die Schaffung eines entsprechenden genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ist für diese Fälle notwendig, da die Einberufung der Hauptversammlung zum Beschluss über einen entsprechenden konkreten Fall zum einen kostspielig und zum anderen regelmäßig schon aus Zeitgründen nicht möglich ist.

Die in der Ermächtigung ferner vorgesehene Möglichkeit, etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, dient – wenn die Kapitalerhöhung im übrigen unter Gewährung eines Bezugsrechts an die Aktionäre erfolgt – der Darstellung eines praktikablen Bezugsverhältnisses und damit der Erleichterung der technischen Durchführung der Ausgabe neuer Aktien.

Um den Inhabern etwaig bereits zuvor begebener Options- bzw. Wandlungsrechte einen angemessenen Verwässerungsschutz zu gewähren, ist eine weitere Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts der Aktionäre vorgesehen. Verwässerungsschutz kann den Inhabern von Options- bzw. Wandlungsrechten durch Ermäßigung des Options- bzw. Wandlungspreises oder durch die Einräumung eines Bezugsrechts verschafft werden. Welche der Möglichkeiten angebracht ist, wird der Vorstand zeitnah vor Ausnutzung der Ermächtigung des Genehmigten Kapitals entscheiden. Um nicht auf die Alternative der Ermäßigung des Options- bzw. Wandlungspreises beschränkt zu sein, wird vorgeschlagen, das Bezugsrecht der Aktionäre insoweit auszuschließen, wie es erforderlich ist, um den Inhabern von Options- bzw. Wandlungsrechten in dem Umfang ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen zustünde, wenn sie von ihrem Options- bzw. Wandlungsrechten vor der jeweiligen Beschlussfassung über die Ausnutzung des genehmigten Kapitals Gebrauch gemacht hätten.

Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen soll das Bezugsrecht ausgeschlossen werden können, wenn die gesetzlichen Anforderungen an den maximalen Umfang der Kapitalerhöhung sowie den Mindestausgabepreis der neuen Aktien erfüllt sind. Dies setzt voraus, dass die Kapitalerhöhung weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung 10 Prozent des Grundkapitals übersteigt und der Ausgabepreis den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf die 10 Prozent-Grenze sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Diese Ermächtigung versetzt die Gesellschaft in die Lage, Marktchancen schnell und flexibel zu nutzen und einen bestehenden Kapitalbedarf gegebenenfalls auch sehr kurzfristig zu decken. Der Gesellschaft wird ermöglicht, durch die marktnahe Preisfestsetzung einen möglichst hohen Ausgabebetrag und damit eine größtmögliche Stärkung der Eigenmittel zu erreichen. Eine derartige Kapitalerhöhung führt wegen der schnelleren Handlungsmöglichkeit erfahrungsgemäß zu einem höheren Mittelzufluss als eine vergleichbare Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Aktionäre. Zusätzlich kann mit einer derartigen Kapitalerhöhung die Gewinnung neuer Aktionärsgruppen verbunden werden. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft von der Möglichkeit einer solchen Barkapitalerhöhung erfolgreich Gebrauch gemacht. Auch bei zukünftiger Ausnutzung der Ermächtigung wird der Vorstand den Abschlag vom aktuellen Börsenkurs möglichst niedrig bemessen. Ein etwaiger Abschlag vom Börsenkurs wird voraussichtlich nicht über 3 Prozent, jedenfalls aber maximal bei 5 Prozent des Börsenpreises liegen. Jeder Aktionär hat dabei aufgrund der börsenkursnahen Ausgabekurse der neuen Aktien und aufgrund der größenmäßigen Begrenzung der bezugsrechtsfreien Kapitalerhöhung die Möglichkeit, die zur Aufrechterhaltung seiner Beteiligungsquote erforderlichen Aktien über die Börse zu erwerben.


Bericht des Vorstands zu Punkt 6 der Tagesordnung (Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und zum Ausschluss des Bezugsrechts):

Zu Punkt 6 der Tagesordnung werden Vorstand und Aufsichtsrat vorschlagen, den Vorstand zu ermächtigen, für die Gesellschaft eigene Aktien zu erwerben und diese entweder wieder zu veräußern oder ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Beschlussvorschlag enthält auch die Ermächtigung, die erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn die Veräußerung der Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis erfolgt, der den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der verbindlichen Vereinbarung der Veräußerung nicht um mehr als 5 Prozent unterschreitet. Mit dieser Ermächtigung wird von der in § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zugelassenen Möglichkeit zum erleichterten Bezugsrechtsausschluss Gebrauch gemacht. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Aktien im Markt zu platzieren und dabei durch eine marktnahe Preisfestsetzung einen möglichst hohen Veräußerungserlös zu erzielen. Die Ermächtigung ermöglicht es ferner, Aktien gezielt an Kooperationspartner auszugeben, wenn hieran ein Interesse der Gesellschaft besteht. Der Vorstand wird einen eventuellen Abschlag vom Börsenpreis nach den zum Zeitpunkt der Veräußerung vorherrschenden Marktbedingungen – im Rahmen der von der Hauptversammlung vorgegebenen Spanne – möglichst niedrig bemessen. Das Interesse der Aktionäre an einem Schutz vor der Verwässerung ihrer Beteiligungsrechte ist hierdurch angemessen gewahrt. Zur Aufrechterhaltung ihrer Beteiligungsquote steht den Aktionären grundsätzlich die Möglichkeit offen, Aktien über die Börse zuzukaufen.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die erworbenen Aktien der Gesellschaft als Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu verwenden. Zur Erhaltung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft können derartige Transaktionen, bei denen die Gesellschaft als Gegenleistung eigene Aktien gewährt, im Interesse der Gesellschaft geboten sein. Die hier vorgeschlagene Ermächtigung gibt der Gesellschaft die Möglichkeit, sich bietende Gelegenheiten zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auch ohne Durchführung einer Kapitalerhöhung schnell und flexibel ausnutzen zu können. Hierfür ist der vorgeschlagene Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erforderlich. Bei der Festlegung der Bewertungsrelationen wird der Vorstand darauf achten, dass die Interessen der Aktionäre angemessen gewahrt werden. Der Vorstand wird sich bei der Bemessung des Werts der als Gegenleistung gewahrten Aktien am Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft orientieren. Eine schematische Anknüpfung an einen Börsenpreis ist hierbei nicht vorgesehen, insbesondere um einmal erzielte Verhandlungsergebnisse nicht durch Schwankungen des Börsenpreises in Frage zu stellen.

Konkrete Pläne zur Ausnutzung der vorgeschlagenen Ermächtigungen bestehen derzeit nicht.


Teilnahme an der Hauptversammlung

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich spätestens bis zum Ablauf des 12. Mai 2006 bei der Gesellschaft schriftlich (Reinecke + Pohl Sun Energy AG, Vorstand, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg) oder per Telefax (+ 49 40 35718862) angemeldet und ihr gegenüber einen Nachweis ihres Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut erbracht haben, der sich auf den Beginn des 28. April 2006 bezieht. Wie die Anmeldung muss auch der Nachweis des Anteilsbesitzes der Gesellschaft bis spätestens zum Ablauf des 12. Mai 2006 zugehen. Die Anmeldung und der Nachweis bedürfen der Textform und müssen in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein.

Aktionäre, die rechtzeitig eine Eintrittskarte für die Teilnahme an der Hauptversammlung bei ihrem depotführenden Institut angefordert haben, brauchen nichts weiter zu veranlassen. Anmeldung und Nachweis des Anteilsbesitzes werden in diesen Fällen durch das depotführende Institut vorgenommen.


Stimmrechtsvertretung

Die Aktionäre können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung auch durch einen Bevollmächtigten, zum Beispiel durch die depotführende Bank, eine Aktionärsvereinigung oder durch eine andere Person ausüben lassen. Sofern es sich bei dem Bevollmächtigten nicht um ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung oder eine andere in § 135 AktG genannte Person handelt, bedarf es zur Ausübung des Stimmrechts der Vorlage einer schriftlichen Vollmacht am Tage der Hauptversammlung.


Gegenanträge

Gegenanträge von Aktionären gemäß §§ 126 Abs. 1, 127 AktG bitten wir, ausschließlich an die Reinecke + Pohl Sun Energy AG, Vorstand, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg, zu richten. Gegenanträge von Aktionären, die unter vorstehender Adresse bis spätestens zwei Wochen vor dem Tag der Hauptversammlung eingegangen sind, werden, sofern sie den gesetzlichen Anforderungen genügen, unter der Internetadresse www.rpse.de zugänglich gemacht. Anderweitig adressierte Gegenanträge werden nicht berücksichtigt. Eventuelle Stellungnahmen der Verwaltung zu den Gegenanträgen werden ebenfalls unter der genannten Internetadresse veröffentlicht.



Hamburg, im April 2006

Reinecke + Pohl Sun Energy AG

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