12.05.03

12.5.2003: E-mail für Dich - WWF ruft zu Online-Protesten gegen Nestle und Henkel auf

Großabnehmer von Palmöl müssen von ihren Lieferanten verlangen, dass es nicht aus Raubbau kommt. Das verlangt der World Wide Fund For Nature (WWF). Ihm zufolge ist der ungebremste Ausbau von Ölpalmenplantagen einer der wichtigsten Gründe für die Zerstörung des Lebensraumes von Elefanten, Tigern und Orang Utans in Indonesien. Das in diesen Plantagen gewonnene Palmöl und die daraus gewonnenen Substanzen fänden sich in Tausenden Alltagsprodukten wieder - beispielsweise in Schokolade und Margarine, aber auch in Seifen und Waschmitteln. Mit einer bis zum 18. Juli laufenden E-Postkarten-Aktion will die Umweltstiftung jetzt die Düsseldorfer Henkel KGaA und den Schweizer Nestle-Konzern zum Handeln bewegen.

Bisher sei den Unternehmen in Deutschland die Tragweite des Problems offensichtlich nicht ausreichend bewusst, so die Organisation. Jedenfalls lasse darauf die bisherige Zurückhaltung der Firmen deuten, wenn es um die Bereitschaft zur Herausgabe genauer Informationen oder zur Zusammenarbeit mit dem WWF ginge. Man werde die ausgefüllten E-Postkarten zunächst sammeln. Nach Ende der Aktion wolle der WWF sie den Vorstandsvorsitzenden der Unternehmen übergeben. Dann werde man diese zwei und auch alle anderen großen Palmöl verwendenden Unternehmen erneut einzuladen, sofort an den notwendigen Lösungsschritten mitzuarbeiten.

Henkel KaAG: ISIN DE0006048432 / WKN 604843
Nestle S.A.: ISIN CH0012056047 / WKN 887208
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x