12.05.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

12.5.2004: ADEV Gruppe baut Energiegewinnung aus Wasser, Wind und Sonne planvoll aus - Kapitalherabsetzung bei Windkrafttochter

Die Unternehmen der ADEV Gruppe haben das Geschäftsjahr 2003 überwiegend mit einem Gewinn abgeschlossen. Wie das Unternehmen mit Sitz in Liestal, Schweiz, miteilte, erwirtschaftete das Stammhaus ADEV Energiegenossenschaft einen Ertragsüberschuss von 13.000 Schweizer Franken (CHF). Im laufenden Jahr werde mit der Beendigung eines wichtigen Contracting Vertrages mit dem Kanton Basel-Landschaft ein Umsatzrückgang erwartet, der noch nicht vollumfänglich ausgeglichen werden könne, so ADEV. Zusätzliche Projekte würden aber für die Tochtergesellschaften erschlossen. Dadurch könne der stabile Kurs der Genossenschaft beibehalten werden.

Die ADEV Wasserkraftwerk musste laut der Meldung als Folge des Trockenjahres und des Jahrhundertsommers einen bescheideneren Jahresgewinn von 25.600 CHF hinnehmen. Die Trockenheit habe Minderproduktionen von bis zu 20 Prozent vom langjährigen Mittel verursacht. Nach dem zweiten Gewinnjahr in Folge, solle den rund 300 Aktionären eine erste Dividende von 10 CHF auf die Namenaktien ausgeschüttet werden. Für das laufende Jahr rechne der Verwaltungsrat mit einem Umsatzsprung auf 1, 3 Millionen CHF. Man strebe ferner einen Handel der Aktie im Nebenwertesegment der Luzerner Regiobank an.

Die Solarstromtochter ADEV Solarstrom AG erwirtschaftete den Angaben zufolge einen fast verdoppelten Reingewinn von 61.100 CHF. Die Hauptversammlung solle erstmals über die Ausschüttung einer ökologieorientierten Dividende von einem Prozent auf dem Nominalwert des Aktienkapitals beschließen. Für das laufende Jahr plane das Unternehmen größere Wachstumsschritte in Deutschland. Die Aktie sei nicht börsennotiert, werde aber bei der Luzerner Regiobank ausserbörslich als Nebenwert gehandelt.

Einen Verlust von 746.900 CHF verbuchte die ADEV Windkraft AG. Ursache des Fehlbetrags seien umfangreiche Abschreibungen auf das Windkraftwerk Ettenheim, hieß es. Zusätzliche Windmessungen hatten, laut der Meldung gezeigt, dass die ursprünglich prognostizierten Erträge als Folge der speziellen Situation am Standort nicht erreicht werden können. Die entstehende Unterbilanz müsse durch eine 42prozentige Herabsetzung des Aktienkapitals beseitigt werden. Mit dieser Maßnahme könne das Unternehmen zurück in die Rentabilität geführt werden und weitere Wachstumsschritte könnten angegangen werden.

Die ADEV Gruppe produzierte 2003 den Angaben zufolge mit dezentralen Kraftwerken und im Wärmecontracting 14.300 Megawattstunden Strom und 9200 Megawattstunden Wärme.
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