12.05.05

12.5.2005: Meldung: VA Technologie AG: Erstes Quartal 2005

- Erstes Quartal 2005 - Positives Konzernergebnis und volle Auftragsb?cher
- Rekord-Auftragseingang plus 25 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro
- Auftragsstand plus 13 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro - historischer H?chststand
- Umsatz plus 11 Prozent auf 984 Millionen Euro
- Konzernergebnis mit 18 Millionen Euro erstmals bereits im ersten Quartal positiv
- Mehr als drei Viertel des geplanten Jahresumsatzes sind abgesichert
- Ergebnisprognose mit ?ber 66 Millionen Euro Gewinn weiterhin aufrecht

Die positive konjunkturelle Entwicklung der Kapitalg?terindustrie f?hrt für die VA Technologie AG im ersten Quartal 2005 zu einer ausgezeichneten Auftragslage. Sowohl die Grundstoffindustrie als auch die verarbeitende Industrie verzeichneten erfreuliche Steigerungsquoten, wodurch in der Eisen- und Stahlindustrie als auch in der Energietechnik und in der Infrastrukur rege Investitionst?tigkeit herrscht.

Die in 2004 durchgef?hrten Redimensionierungsma?nahmen in den Unternehmensbereichen Energie?bertragung und -verteilung (VA TECH T&D) und Wassertechnik (VA TECH WABAG) und den damit verbundenen Restrukturierungsaufwendungen haben sich als wichtige Investition zur Steigerung der Ertragskraft erwiesen.

Auftragslage - Rekordauftragseingang; Historisches Hoch im Auftragsstand
Der Auftragseingang des VA TECH-Konzerns stieg im ersten Quartal 2005 um 25 Prozent auf 1.619 Millionen Euro. Diese erfreuliche Entwicklung - der h?chste Auftragseingang, der je in einem ersten Quartal erreicht werden konnte - ist zum ?berwiegenden Teil auf den neuerlichen Anstieg der Auftr?ge im Bereich Metallurgietechnik (plus 77 Prozent), nach einem bereits au?erordentlich guten ersten Quartal 2004 zur?ckzuf?hren.
In der regionalen Betrachtung dominierten Auftr?ge aus Europa (46 Prozent) vor Naher/Mittlerer Osten, Afrika (32 Prozent) und Asien (12 Prozent).
Der Auftragsstand zum 31. M?rz 2005 erreichte mit 5.271 Millionen Euro (plus 13 Prozent im Vergleich zum 31. M?rz des Vorjahres) einen historischen H?chstwert. Dies entspricht einem Verh?ltnis von 1,3 zum Jahresumsatz 2004.
Der Umsatz der VA TECH konnte im ersten Quartal 2005 um 11 Prozent auf 984 Millionen Euro gesteigert werden. Auch hier verzeichnete der Unternehmensbereich Metallurgietechnik die gr??te Steigerungsquote (plus 40 Prozent). Die Energieerzeugung lag beim Umsatz leicht zur?ck (minus 4 Prozent), w?hrend die Unternehmensbereiche Energie?bertragung und -verteilung und Infrastruktur um 2 bzw. 5 Prozent zulegen konnten.

Deutliche Steigerung im EBITA und positives Konzernergebnis
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibung (EBITA) lag in den ersten drei Monaten mit 23,6 Millionen Euro wesentlich ?ber dem Ergebnis des Vorjahres von 4,9 Millionen Euro. Das Finanzergebnis des VA TECH-Konzerns in den ersten drei Monaten des Jahres ver?nderte sich von minus 1,5 Millionen Euro auf minus 3,6 Millionen Euro .
Nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen betrug das Konzernergebnis im ersten Quartal 18,4 Millionen Euro (nach minus 7,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode). Trotz des im Anlagenbau ?blicherweise schw?cheren Gesch?ftsverlaufes in den ersten Monaten des Jahres ist es der VA TECH gelungen, erstmals bereits im ersten Quartal des Gesch?ftsjahres ein positives Konzernergebnis zu erzielen.
Die Nettoliquidit?t konnte weiter gesteigert werden und liegt mit 279 Millionen Euro um 31 Prozent ?ber dem Vergleichswert des ersten Quartals 2004.

?bernahmeangebot - 97,15 Prozent der VA TECH-Aktien an Siemens getendert
Das erste Quartal der VA TECH war nicht nur durch eine gute Auftragslage gepr?gt sondern auch durch ma?gebliche Entwicklungen der Eigent?merstruktur. Ein ?bernahmeangebot durch den Siemens-Konzern f?hrte nach Ablauf der allgemeinen Annahmefrist mit 9. Februar 2005 dazu, dass mehr als 90 Prozent der Aktien zum Preis von 65 Euro pro St?ck an Siemens getendert wurden. Nach Ablauf der verl?ngerten Annahmefrist erh?hte sich dieser Anteil auf 97,15 Prozent.
Die ?bernahme bedarf noch der Freigabe durch die Kartellbeh?rden der Europ?ischen Union und von Kanada. Bis dahin gilt für Siemens und VA TECH ein Vollzugsverbot. Die Entscheidung der EU Kommission wird bis 20. Juli 2005 erwartet.

Mit Stichtag 21. M?rz 2005 werden VA TECH-Aktien nicht mehr im Prime Market der Wiener B?rse als Flie?handelswert gehandelt. Sie wurden in das „Handelsverfahren Auktion“ ?berstellt.

In der Hauptversammlung der VA TECH am 12. April 2005 wurde der Aufsichtsrat von zehn auf neun Kapitalvertreter reduziert, vier Kapitalvertreter wurden neu gew?hlt. Der neu konstituierte Aufsichtsrat hat Christian Nowotny zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Peter Michaelis zu seinem Stellvertreter gew?hlt.
Der Aufsichtsrat hat weiters mit dem Vorsitzenden des Vorstandes Klaus Sernetz und dem Finanzvorstand Hanno M. B?stlein eine mit dem Abschluss der ?bernahme der VA TECH durch Siemens ?sterreich bedingte Vertragsaufl?sung zum 31. Juli 2005 vereinbart. Gem?? dieser Vereinbarung, welche mit 12. Mai 2005 in Kraft trat, werden Sernetz und B?stlein auf eigenen Wunsch bis 31.Juli 2005 beurlaubt.

Die Agenden von Klaus Sernetz ?bernimmt interimistisch Christian Habegger als Sprecher des Vorstands zus?tzlich zu seinen bisherigen F?hrungsfunktionen der Unternehmensbereiche Energieerzeugung sowie Energie?bertragung und -verteilung. Die Agenden von Hanno M. B?stlein ?bernimmt interimistisch Erich Ennsbrunner als stellvertretendes Mitglied des VA TECH Vorstands zus?tzlich zu seiner Funktion als Finanzvorstand der VAI. Gerhard Falch ist weiterhin stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VA TECH und Vorstandsvorsitzender der VAI. J?rgen Wild ist Mitglied des Vorstands der VA TECH für den Unternehmensbereich Infrastruktur und Vorstandsvorsitzender der VA TECH ELIN EBG.

Entwicklung der Unternehmensbereiche

F?r den Unternehmensbereich Metallurgietechnik (VAI) zeigte sich im ersten Quartal abermals ein Anstieg der Rohstahlproduktion, und zwar um 6,5 Prozent auf 267,2 Millionen Tonnen. Nach wie vor gibt es zahlreiche Pl?ne für die Errichtung neuer Rohstahlkapazit?ten, die sich vor allem dort konzentrieren, wo ein kosteng?nstiger Zugang zu Rohstoffen oder Energien besteht, wie etwa in der GUS, Brasilien, Indien und den Golfstaaten. Die gute Ertragslage der Stahlerzeuger f?hrt au?erdem zu Investitionen in Modernisierung, Erh?hung der Produktivit?t und Verbesserung der Produktqualit?t, insbesondere in Europa und der GUS.

Die gute Marktentwicklung der internationalen Eisen- und Stahlindustrie verdeutlicht sich am Auftragseingang der VAI, der in den ersten drei Monaten des Jahres um 77 Prozent auf den au?ergew?hnlich hohen Wert von 805 Millionen Euro gesteigert werden konnte (1.Quartal 2004: 454). Durch die sehr erfreuliche Auftragsentwicklung ist auch der Auftragsstand um 53 Prozent auf den Rekordwert von 2.042 Millionen Euro gestiegen (1.Quartal 2004: 1.334 Millionen Euro), was einer Auftragsreichweite von knapp zwei Jahren entspricht. Die erfolgreiche Gesch?ftsentwicklung schl?gt sich auch in der Umsatzsteigerung um 40 Prozent auf 340 Millionen Euro nieder (1.Quartal 2004: 243 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBITA) konnte im Quartalsvergleich von 5,0 Millionen Euro in 2004 auf nunmehr 11,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Im Zusammenhang mit der hervorragenden Auftragslage hat sich auch die Liquidit?t der Metallurgietechnik ausgehend von einem hohen Niveau im Jahr 2004 weiterhin sehr positiv entwickelt.

Die Marktentwicklung für den Unternehmensbereich Energieerzeugung (VA TECH HYDRO) zeigt international eine stabile Entwicklung, die durch den kontinuierlich steigenden Strombedarf gepr?gt ist. In der Wasserkraft wird sowohl in Neuprojekte als auch in die Modernisierung bestehender Anlagen investiert. In Europa h?lt der positive Trend zu Errichtung von Pumpspeicherkraftwerken weiter an, der Markt in Nordamerika zeigt sich stabil, in S?damerika und Afrika ist derzeit eine stagnierende Tendenz erkennbar. Getragen vom stark wachsenden Elektrizit?tsbedarf in China ergeben sich betr?chtliche Zuwachsraten.
Bei Gas-Kombikraftwerken wird in Europa nach einem von Projektverschiebungen gepr?gtem Jahr 2004 in Zukunft wieder ein stabiles Wachstums erwartet, besonders in S?d- und S?dosteuropa sind Ausbaupl?ne vorhanden.

Nach dem Auftrag zur Errichtung eines Gas-Kombikraftwerkes in Bukarest sind weitere Auftr?ge in Zusammenarbeit mit General Electric auf Grund der j?ngsten Entwicklung mit Siemens nicht mehr zu erwarten.

Der Auftragseingang in der Energieerzeugung im ersten Quartal 2005 konnte um 20 Prozent auf 269 Millionen Euro gesteigert werden (Quartal 1 2004: 225 Millionen Euro). Der Auftragsstand verbesserte sich um 2 Prozent auf 1.584 Millionen Euro (Quartal 1 2004: 1.556 Millionen Euro), sodass sich eine beachtliche Auslastungsreichweite ergibt. Der Umsatz bleibt mit 213 Millionen Euro hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zur?ck (223 Millionen Euro), ebenso das operative Ergebnis (EBITA) mit 2,6 Millionen Euro (Quartal 1 2004: 6,5 Millionen Euro).

Der Markt für Produkte und Dienstleistungen des Unternehmensbereiches Energie?bertragung und -verteilung (VA TECH T&D) zeigt sich in positiver Verfassung. Ausgehend von der regen Investitionst?tigkeit in China ist eine internationale Marktbelebung festzustellen. Die Gesch?ftst?tigkeit bei Schaltanlagen hat sich positiv weiterentwickelt, bei Transformatoren ist international eine verbesserte Marktsituation festzustellen. Der Markt für Automationsl?sungen zeigt in allen wesentlichen Regionen eine anhaltend gute Tendenz.

Der Auftrageingang des ersten Quartals 2005 lag mit 294 Millionen Euro hinter dem Vorjahresvergleichswert (369 Millionen Euro) zur?ck. Dies ist teilweise auf die im Vorjahr noch inkludierte Gesellschaft Asta Elektrodraht zur?ckzuf?hren sowie auf die im Vorjahr inkludierten Gro?auftr?ge im Bereich Schaltanlagen. Der Auftragsstand zum M?rz 2005 lag mit 985 Millionen Euro um 3 Prozent ?ber dem Vergleichswert des Vorjahres (954 Millionen Euro). Der Umsatz der ersten drei Monate stieg trotz des im Vorjahr noch inkludierten Umsatzes der Asta Elektrodraht auf 243 Millionen Euro (Quartal 1 2004: 239 Millionen Euro).
Die gute Gesch?ftst?tigkeit sowie die bereinigte Kostenstruktur durch die in 2004 durchgef?hrte Redimensionierung f?hren zu einer wesentlichen Verbesserung in der Ertragssituation. Das operative Ergebnis des ersten Quartals (EBITA) konnte von 2,5 Millionen Euro in 2004 auf nunmehr 9,6 Millionen Euro verbessert werden. Ausschlaggebend für diese erfreuliche Entwicklung waren die Ertragssteigerungen aus allen drei Gesch?ftssparten Schaltanlagen, Transformatoren und Automation.

Planungsgem?? umgesetzt wurden die Schlie?ung der Produktion des Transformatorenwerkes in Edinburgh unter Beibehaltung eines Servicecenters per Ende April, sowie die signifikante Redimensionierung des Standortes St. Catharines in Kanada.

Der Unternehmensbereich Infrastruktur (VA TECH ELIN EBG, aii, VA TECH WABAG) blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Westeuropa auf eine positive Marktentwicklung im ersten Quartal 2005. Vor allem die neuen EU-Mitgliedsl?nder sowie Exportm?rkte sorgten für eine stabile Entwicklung. Am Sektor der industriellen Infrastruktur wirkt sich die gute konjunkturelle Entwicklung der Grundstoffindustrie und auch der verarbeitenden Industrie belebend auf die Gesch?ftst?tigkeit aus. Besonders die Automobilindustrie wirkt als Triebfeder für Investitionen in Osteuropa. In der Geb?udeinfrastruktur zeigt sich nach wie vor ein Trend zur gesamtheitlichen technischen Geb?udeausr?stung, wobei - ebenso wie in der kommunalen Infrastruktur, die Investitionsimpulse in Deutschland und in den zentral- und osteurop?ischen Staaten von Vorteil sind. Bei Informationsdienstleistungen ist der Markt durch die Bereitschaft zur Auslagerung der gesamten Informationstechnologie im Mittelstand gepr?gt. In der Wassertechnik entwickelt sich besonders die Nachfrage nach Abwasser und Trinkwasseranlagen in den M?rkten China, Nordafrika und den neuen EU-L?ndern positiv.

Der Unternehmensbereich Wassertechnik der VA TECH, VA TECH WABAG, ist seit 2004 unter industrieller F?hrung der VA TECH ELIN EBG und ist nunmehr auch in der Ergebnisdarstellung im Bereich Infrastruktur inkludiert.

Der Auftragseingang des Unternehmensbereiches Infrastruktur hat sich im Quartalsvergleich um 7 Prozent auf 298 Millionen Euro verbessert (Quartal 1 2004: 279 Millionen Euro), der Auftragsstand betr?gt 826 Millionen Euro (Quartal 1 2004: 936 Millionen Euro). Trotz einer tief greifenden Redimensionierung der Wassertechnik und der damit verbundenen Abgabe operativer Einheiten konnte der Umsatz im Quartalsvergleich gesteigert werden, er lag bei 218 Millionen Euro (Quartal 1 2004: 207 Millionen Euro).

Des operative Ergebnis (EBITA) war mit minus 0,1 Mio. EUR zwar noch leicht negativ, verglichen mit dem addierten Vorjahresvergleichswert von minus 8,7 Mio. EUR ist die Ertragssteigerung klar ersichtlich. Der Anstieg ist haupts?chlich auf die Redimensionierung in der Wassertechnik zur?ckzuf?hren.


Ausblick 2005
Auch für das Gesamtjahr 2005 sollte sich für die Unternehmensbereiche der VA TECH ein weiter verbessertes Gesch?ftsumfeld bieten. Sowohl am Metallurgietechniksektor als auch in der Energiebranche sind positive Impulse vorhanden.
Mehr als drei Viertel Prozent des geplanten Umsatzes für 2005 der VA TECH ist bereits durch den Auftragsstand abgesichert. Der VA TECH-Vorstand bekr?ftigt daher die Prognose für das Konzernergebnis 2005 in H?he von ?ber 66 Millionen Euro. Die Entwicklung der VA TECH und Ihrer Gesch?fte wird durch die m?gliche ?bernahme durch Siemens wesentlich beeinflusst. Eine Absch?tzung der Auswirkungen ist zum gegenw?rtigen Zeitpunkt nicht m?glich.

Wien, 12. Mai 2005

Die b?rsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) ist ein fokussiertes Technologie- und Serviceunternehmen, das Wert für Kunden ?ber den gesamten Anlagen-Lebenszyklus schafft. Der Konzern verf?gt ?ber f?hrende internationale Positionen in den Bereichen Metallurgietechnik, Energieerzeugung, Energie?bertragung und -verteilung sowie Infrastruktur. Im Gesch?ftsjahr 2004 erzielte das Unternehmen mit 16.562 Mitarbeitern einen Umsatz von EUR 4.073 Mio.

Nachdem am 10. Dezember 2004 von der Siemens AG ?sterreich ein ?bernahmeangebot für die VA TECH gelegt wurde, endete mit 25. Februar 2005 daf?r die verl?ngerte Annahmefrist. Die Summe an eigenen und an Siemens angebotenen Aktien betr?gt 97,15%. Damit ist eine Bedingung von Siemens für eine ?bernahme erf?llt. Bis zur Freigabe durch die Kartellbeh?rden der EU und Kanadas gilt für VA TECH und Siemens ein Vollzugsverbot.

F?r R?ckfragen steht Ihnen gerne zur Verf?gung:
Bettina Pepek
Pressesprecherin
Tel: +43 1/89100-3400, Fax: +43 1/89100-4103
e-mail: bettina.pepek@vatech.at


Dr. Wolfgang Schwaiger
Kommunikation und Investor Relations
Tel: +43 732/6986-9222, Fax: +43 732/6980-3416
e-mail: wolfgang.schwaiger@vatech.at
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