12.06.03

12.6.2003: Claassen will EnBW umwandeln — Operative statt strategische Holding

Der Energieversorger Energie Baden- Württemberg AG (EnBW), soll von einer "strategischen zur operativen Holding" umgewandelt werden. Das kündigte Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender des Karlsruher Unternehmens laut einer vwd-Meldung am Mittwoch in Düsseldorf an. Dabei handele es sich um eine "logische Fortsetzung" der bisherigen Strategie, so Claassen. Sein Ziel sei eine hohe Veränderungsbereitschaft, -fähigkeit und - geschwindigkeit im EnBW-Konzern.

Der seit April 2003 amtierende EnBW-Vorstandsvorsitzende strebt an, das Unternehmen abzuspecken: Claassen wolle die Zahl der zum Konsolidierungs- und zum Beteiligungskreis von EnBW gehörenden Gesellschaften "drastisch reduzieren" so vwd. In Zukunft werde man bei Akquisitionen andere Maßstäbe ansetzen, hieß es. Als Beispiel nannte Claassen die 29,9 Prozent-Beteiligung der Karlsruher an den Stadtwerken Düsseldorf, diese sei sehr teuer gewesen. EnBW erwirtschafte hier nicht die Kapitalkosten. Mögliche Beteiligungen müssten daran gemessen werden, ob sie "adäquate Rückflüsse in einem überschaubaren Zeitraum" garantierten, so Claassen. Sein Unternehmen werde vor dem Hintergrund einer mit 8,5 Prozent dünnen Eigenkapitalquote aber nur zukaufen, wenn das dazu nötige Geld durch Erlöse aus Beteiligungsverkäufen hereinkomme. Nähere Angaben zu geplanten Akquisitionen wollte der Vorstandsvorsitzende nicht machen.

EnBW AG: ISIN DE0005220008 / WKN 522000
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