12.06.03

12.6.2003: Strahlende Zukunft? - Tschechien will Atomkraft deutlich ausbauen

Auf einem Energieforum in Prag hat der tschechische Industrieminister Martin Pecina erklärt, sein Land werde bis 2030 verstärkt auf Atomenergie setzen. Ihr Anteil solle in Zukunft bis zu 45 Prozent der Energieversorgung tragen. Bis 2015 werde entschieden, ob dafür ein weiteres Kernkraftwerk gebaut werde. Das sei erforderlich, um die zunehmende Abhängigkeit von Importen zu verringern. Deren Anteil werde bis zum Jahr 2030 voraussichtlich von derzeit 30 Prozent auf 60 Prozent steigen. Gegenwärtig verbraucht die Tschechien jährlich 11 Millionen Tonnen Steinkohle und 40 Millionen Tonnen Braunkohle. Damit trägt der heimische Bergbau zwei Drittel der Energieversorgung. Aber die eigenen Kohlevorkommen verringern sich rapide. Bis 2015 werde man vermutlich jeglichen Export von Energie einstellen müssen, so Pecina.

Auf dem tschechischen Energiemarkt besitzen die beiden deutschen Versorger E.on und RWE eine dominate Position.

E.on AG: ISIN DE0007614406 / WKN 761440
RWE AG: ISIN DE0007037129 / WKN 703712
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