12.06.06

12.6.2006: Spanisches Konsortium erweitert Entsalzungsanlagen in Algerien - Millionen-Dollar-Umsätze erwartet

Zwei Meerwasser-Entsalzungsanlagen in Algerien will ein Konsortium um die spanische Abengoa S. A. erweitern. Wie der spanische Technologiekonzern mitteilte, hat er zusammen mit den spanischen Konzernen ACS und Sacyr Vallehermoso entsprechende Details mit der algerischen Regierung ausgehandelt. Demnach soll die 2004 in Auftrag gegebene Anlage in Beni Saf von einer täglichen Leistung von 150.000 auf 200.000 Kubikmeter ausgebaut werden. Ein entsprechender Vertrag wurde den Angaben zufolge schon unterschrieben. Eine weitere Anlage in Temclem-Hounaine werde von 150.000 auf 200.000 Kubikmeter täglicher Kapazität ausgeweitet. Die vertragliche Vereinbarung sei für September vorgesehen.

Im Jahr 2004 hatte das Geida-Konsortium aus Befesa und Codesa, beide aus der Abengoa-Gruppe, Cobra-Tedagua, das zu ACS gehört, und Sadyt, eine Tochter von Sacyr Vallehermoso, bereits den Auftrag für eine Entsalzungsanlage in Skidika in Algerien erhalten. Der Vertrag umfasste den Angaben zufolge den Bau und den 25-jährigen Betrieb der Anlage. Diese ist zur Zeit im Stadium des Aufbaus.

Nach Fertigstellung aller drei Anlagen mit einem Investitionsvolumen von 460 Millionen US-Dollar betrage die tägliche Entsalzungskapazität des spanischen Konsortiums in Algerien 500.000 Kubikmeter pro Tag, hieß es weiter. Damit würden mehr als 2,5 Millionen Menschen mit Wasser versorgt.

In den 25 Jahren der Vertragslaufzeiten der Anlagen rechnet das Konsortium mit Einkünften von rund 2,85 Milliarden Dollar. Die algerische Regierung wolle der Wasserknappheit mittelfristig mit der Installierung von Entsalzungsanlagen mit einer täglichen Leistung von einer Million Kubikmeter Wasser entgegenwirken.

Abengoa S.A.: ISIN ES0105200416 / WKN 904239
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