12.06.07 Erneuerbare Energie

12.6.2007: Amerikanische Studie belegt massive Zuwachsrate beim CO2-Ausstoß

Statt zu sinken, hat sich der Zuwachs beim CO2 in den Jahren 2000 bis 2004 verdreifacht. Das hat eine amerikanische Studie jetzt belegt. Wie die "Carnegie Institution" (CI) mitteilt, erhöhte sich die Zuwachsrate des CO2-Ausstoßes von 1,1% pro Jahr in den 90-er Jahren auf 3,1% im Zeitraum zwischen 2000 und 2004. Keine einzige Region der Welt verringere den Kohlenstoffanteil in der Energieerzeugung, so die Studie.

Die Untersuchung, an der neben CI-Ökologie-Direktor Chris Field auch Gernot Klepper vom Kieler Institut für Weltwirtschaft mitgearbeitet hat, zeigt eine Umkehr des Trends, der in den 90-ern in Richtung Energieeffizienz ging. "In vielen Teilen der Welt geht es wieder rückwärts", so Field. Energie werde munter verschwendet.


*Schlimmer als die pessimistischsten Szenarien*

Besonders alarmierend sei, dass der ermittelte Anstieg der CO2-Emissionen sogar höher sei, als die pessimistischsten Szenarien des Weltklimarats annehmen. Das bedeute, so die Autoren der Studie, dass die Annahme eines Anstiegs der Globaltemperatur zwischen 2 und 3 Grad bis zum Jahr 2100 eine grobe Unterschätzung sei. Der höchste Anstieg beim CO2 wurde für die "explodierenden" Ökonomien in den sich entwickelnden Ländern, insbesondere China, festgestellt.

Diese Länder sind in der Periode von 2000 bis 2004 für 73 Prozent des Zuwachses, aber nur für 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen zuständig gewesen. Die entwickelten Länder (Nordamerika, Europa, Australien) sind in diesem Zeitraum für 60 Prozent der Emissionen verantwortlich. Insgesamt haben sie 77 Prozent der Treibhausgase seit Beginn der Industrialisierung zu verantworten.
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