13.01.03

13.1.2003: GlaxoSmithKline will Onlinevertrieb von Medikamenten in die USA unterbinden

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline Plc. (WKN 940610) hat angedroht, kanadische Online-Apotheken nicht mehr mit Medikamenten zu beliefern, bis diese aufhören, Kunden in den USA zu versorgen. Nach Angaben der kanadischen Pharmavereinigung Manitoba International Pharmacists Association (MIPA) begründete das in zahlreichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds vertretene Unternehmen diese Maßnahme damit, dass Beschädigungen der Produkte bei der Lieferung zu befürchten seien. Eigentlicher Beweggrund dürften jedoch die erheblichen Preisunterschiede sein, die im Arzneimittelsektor zwischen den USA und Kanada bestehen.

Laut MIPA liegt der durchschnittliche Verkaufspreis für Medikamente über den Onlinevertrieb in Kanada für Kunden aus anderen Ländern um bis zu 50 Prozent unter dem normaler Apotheken. Besonders für alte Menschen aus den Vereinigten Staaten, wo die Arzneimittelpreise nicht staatlich reglementiert werden, ist diese Einkaufsmöglichkeit sehr attraktiv, viele Senioren könnten sich Medikamente sonst nicht mehr leisten. Inzwischen würden fast eine Million Amerikaner bei kanadischen Online Vertrieben Medikamenten bestellen, hieß es.
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