13.12.01

13.12.2001: B.U.S. Berzelius AG: Schwaches Geschäft, Wechsel der Verantwortlichen - Wie geht es weiter?

Der Duisburger Recycling-Konzern B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG (WKN 528 570) kommt einem gestrigen Bericht von Andreas Heitker vom Informationsdienstes vwd zufolge auch nach dem Abgang seines Vorstands- und seines Aufsichtsratsvorsitzenden nicht zur Ruhe. Der Aufsichtsrat wolle schon in der kommenden Woche über weitere Schritte für die künftige Ausrichtung entscheiden, dies habe vwd aus informierten Kreisen erfahren, hieß es. Das Gremium solle demnach am 18. Dezember "weitere Sach- und Personalentscheidungen" beraten. Details hierzu seien nicht bekannt geworden. Vor drei Wochen habe der Mehrheitsaktionär des SMAX-Unternehmens, die Duisburger Beteiligungsgesellschaft Nordag AG, erklärt, sich von der B.U.S trennen zu wollen, so Heitker.

Der bisherige Nordag-Alleinvorstand und B.U.S-Vorstandsvorsitzende, Bernd Aido, habe kurz darauf seine Mandate niedergelegt. Aus Unternehmenskreisen sei zu erfahren gewesen, dass dies wahrscheinlich auf die "sehr unbefriedigende Geschäftsentwicklung" der B.U.S sowie auch der anderen Nordag-Gesellschaften - unter anderem der Berliner Sero AG - zurückzuführen sei. Ein IR-Sprecher der B.U.S habe sich zum Geschäftsjahr 2000/01 (30. September) nicht äußern wollen. Er habe auf Anfrage von vwd jedoch auf die Gewinnwarnung seines Unternehmens im Sommer verwiesen, diese sei auch im Nachhinein nicht unbegründet gewesen.

Die B.U.S AG habe Anfang August erklärt, wegen erheblicher Sondereffekte und zusätzlichem Personalaufwand werde die EBT-Planzahl von 15,4 Mio. EUR deutlich unterschritten, erläuterte Andreas Heitker. Die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres wolle das Duisburger Unternehmen am 16. Januar vorlegen. Neben Aido hätten auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Manfred Lennings, sowie ein weiteres Aufsichtsratsmitglied das Unternehmen verlassen. Die Zeitung "Die Welt" habe in ihrer Mittwochsausgabe bereits spekuliert, nach einem Verkauf der B.U.S sei auch eine komplette Zerschlagung der bisherigen Muttergesellschaft Nordag denkbar.
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