13.12.02

13.12.2002: Meldung: EVN: Highlights Geschäftsjahr 2001/02

Highlights Geschäftsjahr 2001/02 (1. Oktober 2001 - 30. September 2002):
- Absatz- und Umsatzsteigerung trotz ungünstiger Rahmenbedingungen
- Operatives Ergebnis über Vorjahr
- Jahresergebnis ebenfalls gesteigert
- "Österreichische Lösungen" für Strom und Gas
- Dachgleiche für thermische Abfallverwertungsanlage

Absatz 2001/02 Veränderung %
Strom(1) GWh 8.623,9 +10,9
Gas1 Mio m3 1.895,2 +43,4
Wärme GWh 785,9 +8,9
Wasser(2) Mio m3 24,0 +2,6

Ergebniskennzahlen Mio EUR Veränderung %
Umsatzerlöse 1.113,9 +9,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 127,9 +5,7
Unversteuertes Ergebnis 137,6 +8,9
Jahresergebnis 89,5 +1,9

EUR
Dividende/Aktie(3) 0,70

1 Inkl. Handel und Verkauf an andere Energieunternehmen
2 Vorjahreswert für Vergleichszwecke nachträglich ermittelt (evn wasser wurde erst mit Juli 2001 übernommen und in den EVN Konzernabschluß einbezogen)
3 Vorschlag an die Hauptversammlung

Ausblick

EVN Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber: "Trotz schwieriger Umfeldbedingungen ist es der EVN im Geschäftsjahr 2001/02 gelungen, das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Der weiterhin starke Margendruck im Energiegeschäft wird sich in Zukunft allerdings tendenziell weiter fortsetzen. Die Bedeutung von Ergebnisbeiträgen aus neuen Geschäftsfeldern wird zunehmen.

Mit der weitreichenden Konsolidierung des österreichischen Strom- und Gasmarktes konnte jedoch in den letzten Monaten eine richtungweisende Perspektive für eine auch im liberalisierten europäischen Energiemarkt wettbewerbsfähige Unternehmensstruktur und Marktpositionierung entwickelt werden. Kurzfristig wird die Umsetzung dieser Konzepte zwar zu umfangreichen Umstrukturierungen von Unternehmensorganisationen und -abläufen und damit auch zu entsprechenden Ergebnisbelastungen führen. Mittel- und langfristig erwarten wir aus der Zusammenführung unseres Strom- und Gasgeschäfts mit jenem unserer Partner jedoch erhebliche Synergien und Skaleneffekte. Sie stellen die Grundlage für eine auch in Zukunft nachhaltig positive Unternehmensentwicklung dar.

Zusätzliche Dynamik erhält das Geschäft der EVN durch die erfolgreiche Diversifikation ihres Tätigkeitsportfolios in Richtung verwandter Geschäftsbereiche. Gerade der gelungene Einstieg in die Wasserwirtschaft oder die kurz vor der Fertigstellung stehende thermische Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr bestätigen die Entwicklung der EVN zum Multi-Service Utility, das seinen Kunden als moderner Universalanbieter im Bereich Energie und
Infrastruktur gegenübertritt."

Umsatzerlöse

Trotz insgesamt ungünstiger Rahmenbedingungen stiegen im vergangenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 9,8 % gegenüber dem Vorjahr an. Dies ist insbesondere auf Absatzsteigerungen in allen Geschäftsbereichen - teils durch Einmal- und Handelsgeschäfte im Energiebereich sowie auf Ergebnisbeiträge aus den neuen Geschäftsfeldern zurückzuführen.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger lag im Geschäftsjahr 2001/02 um 12,4 % über dem Vorjahreswert und setzte damit eine bereits seit mehreren Jahren anhaltende Entwicklung fort. Diese Steigerungen waren - neben erhöhten Beschaffungspreisen vor allem für Fremdstrom - allerdings in erster Linie durch das deutlich erhöhte Absatzniveau bestimmt.

Der Material- und Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 20,8 %. Dies ist einerseits auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen - so war die evn wasser im Vorjahr erst ab dem 4. Quartal einbezogen worden, die AVN wurde erstmals mit dem Bilanzstichtag des Vergleichszeitraums konsolidiert. Weiters wirkten sich hier erhöhte Instandhaltungen aus, die infolge einmaliger Belastungen durch Schadensfälle sowie für die Beseitigung der Hochwasserschäden des August 2002 erforderlich waren.

Der Personalaufwand zeigte im Berichtszeitraum einen Anstieg um 5,0 %. Grund waren die Erweiterung des Konsolidierungskreises und eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter um durchschnittlich 3,6 % per 1. November 2001 - allerdings für einen Zeitraum von fünfzehn Monaten. Der durchschnittliche Personalstand in der EVN Gruppe verringerte sich im Berichtszeitraum geringfügig um 0,2 % auf 2.199 Mitarbeiter.

Die Abschreibungen blieben gegenüber dem Vorjahr mit einem Rückgang von 0,6 % nahezu konstant. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen durch Schadensfälle - insbesondere durch das verheerende Hochwasser im August 2002 - mit 21,3 % deutlich an. Auch die Erweiterung des Konsolidierungskreises trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Operatives Ergebnis (EBIT) Ungeachtet der in Summe schwierigen Rahmenbedingungen konnte das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2001/02 um 6,9 Mio EUR bzw. 5,7 % auf 127,9 Mio EUR gesteigert werden. Damit erzielte die EVN eine EBIT-Marge von 11,5 %.

Positives Finanzergebnis Trotz - nach den Bestimmungen der IAS erforderlicher - Abwertungen von Beteiligungen auf den niedrigeren Marktwert und eines durch die Emission einer 300 Mio EUR-Anleihe geringeren Zinsergebnisses verbesserte sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr mit 9,7 Mio EUR um 4,4 Mio EUR bzw. 81,5 %. Hauptursache für diese Entwicklung war die Aufwertung von Finanzinstrumenten, die sich insbesondere aus der günstigen Entwicklung des JPY-Kurses ergaben.

Unversteuertes Ergebnis ebenfalls über Vorjahresniveau

Das unversteuerte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2001/02 erreicht vor diesem Hintergrund insgesamt ein Niveau von 137,6 Mio EUR und liegt damit um 11,3 Mio EUR bzw. 8,9 % über dem Vorjahreswert. Das Jahresergebnis liegt - nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und Anteilen anderer Gesellschafter - mit 89,5 Mio EUR um 1,7 Mio EUR bzw. 1,9 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das während des Geschäftsjahres 2001/02 erwirtschaftete Ergebnis entspricht einem Return on Equity (ROE) von 8,7 % (Vorjahr: 9,4 %) und einem Return on Capital Employed (ROCE) von 6,1 % (Vorjahr: 6,4 %).

Dividendenvorschlag Aufgrund des Jahresergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende auf dem Niveau des Vorjahres von EUR 0,70 je Aktie vorschlagen.
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