13.12.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.12.2005: Gebranntes Kind - Probleme bei Offshore-Turbinen von Vestas wecken Skepsis bei Aktienanalysten

Die Aktie des Windturbinen-Weltmarktf?hrers Vestas Wind Systems A/S hatte der Wiener B?rsenbrief ?ko-Invest in der vergangenen Woche langfristig orientierten Investoren zum Kauf empfohlen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 7. Dezember). Dagegen halten laut aktiencheck.de die Analysten der Jyske Bank an ihrer Empfehlung fest, das Wertpapier von Vestas zu verkaufen. Sie verweisen auf technischen Probleme, die laut Medienberichten beim britischen Offshore-Windpark "Scroby Sands" aufgetreten sind. Bei 18 von 30 Turbinen gebe es dort Probleme mit dem Getriebelager, bei f?nfen gebe es Schwierigkeiten mit dem Generator. Zwar seien durch die im November bekannt gegebenen erh?hten R?ckstellungen die dadurch m?glichen Unkosten voraussichtlich abgedeckt, allerdings habe Vestas keine genauen Angaben ?ber die R?ckstellungen für die Gro?britannien-Aktivit?ten gemacht.

Die Skepsis seitens der Jyske Bank ist vermutlich auf die Erfahrungen mit Horns Rev zur?ckzuf?hren. 2004 hatte Vestas für dieses Offshore-Projekt vor der d?nischen K?ste Zusatzkosten von 38 Millionen Euro verbuchen m?ssen. Bei dem Offshore-Windpark waren im Herbst 2003 Probleme mit den von Vestas fremdbezogenen Trafos und Generatoren aufgetreten. Das Konzernergebnis hatte 2004 minus 39 Millionen Euro betragen.

An der B?rse legte die Aktie von Vestas heute allerdings leicht zu. Der Kurs notierte auf dem Frankfurter Parkett um 14:00 Uhr bei 12.89 Euro, 0,78 Prozent ?ber dem Wert vom Montag. Im November war die Aktie nach einer Gewinnwarnung wegen massiven Problemen bei der Produktion von 20 Euro unter 13 Euro abgest?rzt (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 24. November).

Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0010268606 / WKN 913769

Bildhinweis: Die Windturbinen bei Horns Rev zeigten sich nicht immer im rosigen Licht / Quelle: Vestas
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