13.12.06

13.12.2006: Meldung: EVN AG: EVN zieht positive Bilanz für 2005/06

Wert schaffen - Stärken nutzen: EVN zieht positive Bilanz für 2005/06 (1. Oktober 2005 - 30. September 2006)

- Deutliche Ergebnissteigerung des Konzerns trotz hohen Kostendrucks und sinkender Ergebnisbeiträge im Netzbereich und Energievertrieb
- Markante Verbesserung des Finanzergebnisses durch positive Entwicklung und Einmaleffekte im Beteiligungsbereich
- Mehrheitliche Übernahme des mazedonischen Stromversorgers AD Elektrostopanstvo na Makedonija (ESM AD)
- Zügige Integration der Tochtergesellschaften in Bulgarien und Mazedonien
- Ausbau des Projektgeschäfts im Wasser- und Abfallbereich
- Spatenstich beim Kohlekraftwerkprojekt in Duisburg-Walsum, Deutschland


Das Geschäftsjahr 2005/06 war für die EVN Gruppe, vor allem mit dem Erwerb der Mehrheit an der ESM AD, dem landesweiten Stromversorger Mazedoniens und der weiteren zügigen Integration der bulgarischen Tochtergesellschaften eine Peroide von Wachstum und Wandel. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,7 % auf 2.071,6 Mio EUR, das EBIT erhöhte sich um 40,7 % auf 184,4 Mio EUR und das Konzernergebnis der EVN Gruppe konnte um 53,7 % auf 221,9 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr zulegen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 5,43 EUR (Vorjahr: 3,53 EUR).

Mit der mehrheitlichen Übernahme des mazedonischen Stromversorgers im April 2006 und von zwei bulgarischen Stromverteilungsgesellschaften im Jänner 2005 setzte die EVN Gruppe einen deutlichen Internationalisierungsschritt, der zu einer Steigerung des Umsatzanteils in Mittel- und Osteuropa und Südosteuropa auf insgesamt 33,5 % führte. Aufgrund der Übernahme der bulgarischen Stromversorger erweiterte sich die Kundenbasis der EVN Gruppe im Strombereich um 1,5 Millionen. Durch die jüngste Akqusition in Mazedonien hat sich die Stromkundenzahl der EVN Gruppe um etwa 700.000 auf über 3 Millionen erhöht. Auch die Stromerzeugung sowie das Umweltgeschäft mit Wasser und thermischer Abfallverwertung zeigten weiterhin eine hohe Dynamik und lieferten erfreuliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge.

Starker Anstieg der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der EVN Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2005/06 mit 2.071,6 Mio EUR um 462,1 Mio EUR über dem Vorjahreswert. Neben der Erweiterung des Konsolidierungskreises um die mazedonische ESM AD, die erstmals mit einem Halbjahr in den Konzernabschluß einbezogen wurde sowie der nunmehr ganzjährigen Konsolidierung der beiden bulgarischen Tochtergesellschaften, waren dafür in erster Linie der Ausbau des Projektgeschäfts im Umweltbereich, insbesondere mit der Errichtung einer Trinkwasseranlage und einer thermischen Abfallverwertung in Moskau, sowie das gewachsene Energiegeschäft verantwortlich.

Anhaltend hohes Niveau der Energiepreise
Im Geschäftsjahr 2005/06 hielt die Ergebnisbelastung durch hohe Primärenergie- und Strombezugspreise an. Die Aufwendungen für den Einsatz von zugekauften CO2-Emissionszertifikaten schlugen ebenfalls mit einer zusätzlichen Belastung zu Buche. Die Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich insgesamt um 38,9 % auf 1.042,1 Mio EUR.

EBITDA und EBIT deutlich über Vorjahresniveau
Trotz der für die EVN ungünstigen Entwicklung der Energiebezugspreise und sinkender Netzerlöse erhöhte sich das EBITDA um 18,6 % auf 397,4 Mio EUR. Auch das operative Ergebnis (EBIT) konnte mit einem Plus von 40,7 % auf 184,4 Mio EUR deutlich gesteigert werden. Hauptverantwortlich dafür waren das hohe Niveau der Stromerzeugung, die positiven Beiträge der beiden bulgarischen Stromversorger sowie die positive Entwicklung des Wasser- und Abfallgeschäfts.

Finanzergebnis mehr als verdoppelt
Das Finanzergebnis der EVN Gruppe lag im Geschäftsjahr 2005/06 markant über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dabei hat sich vor allem das Beteiligungsergebnis mit einem Zuwachs um insgesamt 75,6 Mio EUR auf 147,8 Mio EUR mehr als verdoppelt. Neben einer Steigerung des Ergebnisbeitrags der Rohöl-Aufsuchungs-AG und einer deutlichen Ergebnisverbesserung der EconGas GmbH resultierte diese Ergebnisverbesserung jedoch zu einem erheblichen Teil aus Einmaleffekten aus der erstmaligen Einbeziehung von BEWAG und BEGAS mit ihrem anteiligen IFRS-Ergebnis zum Bilanzstichtag 30. September 2006. Hauptfaktoren für das bessere Ergebnis aus anderen Beteiligungen waren die höhere Dividendenausschüttung der Verbundgesellschaft und ein weiterer Einmaleffekt aus dem Verkauf der Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich.

Konzernergebnis deutlich über Vorjahr
Das Ergebnis vor Steuern der EVN Gruppe erhöhte sich 2005/06 in Summe um 63,7 % auf 304,9 Mio EUR. Da dieser Zuwachs zu einem Gutteil aus einem Anstieg der steuerfreien Beteiligungserträge resultiert, erhöhten sich die Ertragsteuern nur um 30,7 % auf 38,1 Mio EUR. Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter ergibt sich daraus per Saldo ein Konzernergebnis von 221,9 Mio EUR, das den Vergleichswert des Vorjahres um 77,5 Mio EUR bzw. 53,7 % übertrifft.

Dividendenvorschlag
Die Dividendenpolitik der EVN orientiert sich an einer nachhaltigen Entwicklung. In diesem Sinn strebt die EVN eine strittweise Erhöhung der Dividende an. Aufgrund der Ergebnisentwicklung wird der Vorstand der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2005/06 eine Anhebung der Dividende um 21,7 % auf 1,40 EUR (1,20 EUR zuzüglich 0,20 EUR Bonusdividende) vorschlagen.

Zügige Integration der Tochtergesellschaften in Bulgarien und Mazedonien
Mit dem Erwerb der Mehrheit an der ESM AD, dem Stromversorger Mazedoniens, hat die EVN ihre Präsenz in Südosteuropa im Geschäftsjahr 2005/06 entscheidend gestärkt. ESM AD versorgt das gesamte Staatsgebiet der Republik Mazedonien. Während sich die Integration in Mazedonien noch in einer frühen Phase befindet, konnten in Bulgarien schon wichtige Meilensteine, wie die Nutzung von Synergiepotenzialen durch die Vereinfachung der Führungsstruktur, die Einrichtung von Kundenzentren nach dem Vorbild der EVN in Niederösterreich sowie die Vorbereitung auf die Marktliberalisierung erreicht werden.

Ausbau des Projektgeschäfts
Den vorläufigen Abschluss eines wichtigen Großprojekts erzielte die EVN über ihr 100%-Tochterunternehmen WTE GmbH vor kurzem mit der planmäßigen Übergabe einer Trinkwasserversorgungsanlage für die Stadt Moskau. Das Investitionsvolumen für dieses - im Rahmen einer Projektfinanzierung realisierte - Vorhaben betrug insgesamt 190 Mio EUR. Die offizielle Inbetriebnahme fand im November 2006 statt. Die Aufnahme der Trinkwasserversorgung für eine Million Einwohner der russischen Hauptstadt ist für Ende 2006 vorgesehen. Erneut erfolgreich war WTE in der russischen Hauptstadt Moskau. Im März 2006 gewann WTE eine internationale Ausschreibung zum Bau und Betrieb eines Blockheizkraftwerks mit einem Projektvolumen von 21,5 Mio EUR. Nach dem Prinzip "Waste-to-Energy" wird das Kraftwerk aus Biogas, das aus einer Kläranlage des städtischen Abwasserbetriebes stammt, Strom erzeugen.

Errichtung eines Kohlekraftwerks in Duisburg-Walsum, Deutschland Im Hinblick auf die Realisierung der gemeinsam mit STEAG geplanten Errichtung eines Kohlekraftwerks mit einer Bruttokapazität von 790 MW in Duisburg wurde der definitive Baubeschluss gefasst. Das Gesamtvolumen des Projekts, an dem die EVN mit 49 % beteiligt ist, beträgt etwa 820 Mio EUR. Der Spatenstich fand am 20. November 2006 statt, die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für 2010 geplant.

Ausblick
Vorstandssprecher Dr. Burkhard Hofer "Die EVN hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Performance geboten. Derartige Zuwächse können natürlich nicht jedes Jahr wiederholt werden - nicht zuletzt in einem für die Energiewirtschaft schwierigen Umfeld. Wir konnten aber mit der Entwicklung der letzten Jahre zeigen, dass unser Wachstumskurs richtig ist. Unser Ziel ist es, als Energie- und Umweltdienstleister ausgehend von Niederösterreich eine führende Marktposition in ausgewählten Märkten Mittel- und Osteuropas zu erreichen und langfristig zu halten."


Den vollständigen Geschäftsbericht 2005/06 finden Sie unter
www.investor.evn.at
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