01.03.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

1.3.2004: Im Boot der Bosse: Mannesmannn-Prozess bringt geheime Absprachen zwischen Managern und Gewerkschaftsfunktionären ans Licht

Gewerkschaftsvertreter tragen in Unternehmen intern Entscheidungen mit, die Mitgliedern gegenüber heftig kritisiert werden. Das berichtet die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) unter Berufung auf das Wirtschaftsmagazin Euro. Recherchen der Staatsanwälte im Düsseldorfer Mannesmann-Prozess hätten ergeben, dass Gewerkschaften in mitbestimmten Unternehmen zwischen "gewerkschaftspolitischer Linie" und "aktienrechtlicher Mitwirkung" unterschieden, so die SdK. Die Staatsanwälte hätten eine streng geregelte Vorgehensweise aufgedeckt, hieß es, diese sei nach Angaben der Mannesmann-Beklagten seit den 50er Jahren in sämtlichen mitbestimmten Unternehmen üblich.
Beschlüsse über Managergehälter würden nach kurzer Aussprache hinter verschlossenen Türen gefällt. Es gebe darüber weder schriftliche Informationen noch Kopien von Beschlussvorlagen. Dadurch sei es den Gewerkschaften jahrzehntelang möglich gewesen, aktienrechtlich zuzustimmen und gleichzeitig ihren Mitgliedern gegenüber die hohen Managergehälter zu verurteilen.
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