01.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

1.3.2006: Fusion von Gaz de France und Suez noch nicht in trockenen Tüchern

Die Braut hat sich entschieden, aber der verschmähte Freier gibt nicht nach. Zum Wochenbeginn haben sich die Chefs der beiden französischen Versorger darauf verständigt, dass Gaz de France den Suez-Konzern übernimmt. Wie sie mitteilten, wollen sie die Fusion bis zum Jahresende abschließen, sie hängt allerdings von der Zustimmung der Hauptversammlungen der beiden Gesellschaften ab. Diese sind für den Dezember terminiert. Damit allerdings will sich der italienische Energiekonzerns Enel offenbar noch nicht abfinden, der ebenfalls an der Übernahme von Suez interessiert war. Agenturmeldungen zufolge hat Italiens Finanzminister Giulio Tremonti bei der EU-Kommission die Fusion der Franzosen als Diskriminierung von ausländischen Konkurrenten kritisiert und auf eine Prüfung gedrängt, inwiefern Suez und Gaz de France sich an die EU-weit geltenden Binnenmarktregeln handeln. Enel gehört auch zu den Unternehmen, die sich an dem Übernahmegefecht um den spanischen Energiekonzern Endesa beteiligen. Enel sei bereit, sich hinter ein neues Angebot der spanischen Gas Natural für Endesa zu stellen, hatte Enel-Chef Fulvio Conti in der vergangen Woche erklärt.

Die Spitzen von Fusion Gaz de France und Suez hatten die Fusion damit begründet, dass sie eine großes Potential an Synergien habe. Laut Schätzungen beider Unternehmen sind Einsparungen von 500 Millionen Euro möglich. Bei der Verschmelzung der beiden französischen Versorger soll ein Konzern mit 60 Milliarden Euro Umsatz und 200 000 Mitarbeitern entstehen. Suez-Chef Gerard Mestrallet soll das neue Unternehmen leiten, GDF-Chef Jean-Francois Cirelli sein Stellvertreter werden.

Die Aktie von Suez verteuerte sich heute im XETRA bis 13:30 Uhr um 2,3 Prozent auf 31,55 Euro.

Suez SA: ISIN FR0000120529 / WKN 852491.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x