13.02.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.2.2006: Solaraktien: Aussteigen, wenn es am schönsten ist?

Zum Ausstieg aus Solarpapieren rät der bekannte Wertpapierexperte und Kolumnist der Zeitschrift "manager-magazin" Georg Thilenius. In seiner aktuellen Kolumne heißt es, frei nach der Börsenregel "Aussteigen, wenn es am schönsten ist", sei es an der Zeit, den Rückzug aus den Solaraktien anzutreten. Die ausgezeichneten Ergebnisse der Solarwerte seien erwartet worden und die bereits dieses Jahr zu beobachtenden Kurssteigerungen gerechtfertigt, so Thilenius. Die hohe Bewertung der Solarunternehmen gehe jedoch "wesentlich auf den Einsatz von Steuergeldern zurück, die jeder Zeit versiegen könnten". ECOreporter.de korrigiert: die Förderung der Solarenergie erfolgt nicht aus Steuermitteln. Sie wird nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von den Energieverbrauchern finanziert.

Ein eher technisches Argument für einen Ausstieg liefere die strategische Entscheidung des Mineralölmultis Royal Dutch Shell, erklärte Thilenius weiter. Der Verkauf der Solarsparte an Solarworld sei eher als Ausstieg des Ölriesen aus der von Silizium abhängigen Technologie zu sehen. Der Solaraktionär solle der Einschätzung von Shell folgen und in die Dünnschicht-Technologie wechseln.

Das dieses Urteil auf recht wackligen Füssen steht, zeigen unser Beitrag zum Potential der Dünnschichttechnologie vom 3. Februar 2006 und unser Interview mit dem Solaraktienexperten Hilmar Platz.

Bild: Das Energiepotential der Sonne ist unbegrenzt, nicht aber der Raum für Kurssteigerungen der Solarwerte / Quelle: Webshots
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