13.03.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.3.2003: Bayer weiter unter Druck - Konzern weist schlechteres Betriebsergebnis aus

Hohe Einmalaufwendungen und Maßnahmen zum Konzernumbau haben bei der Bayer AG (WKN 575200) zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses geführt. Die Nachrichtenagentur dpa meldet, dass das operative Ergebnis vor Sonderposten um 46 Prozent auf 989 Millionen Euro gesunken sei. Der Umsatz schrumpfte demnach um einen Prozent auf 29 Milliarden Euro. Durch den Verkauf von Beteiligungen habe Bayer seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro steigern können. Die Klagewelle im Zusammenhang mit dem Cholesterinsenker Lipobay belastet den Konzern weiter, heißt es. Laut dpa sei die Zahl der Klagen in den USA sei auf rund 8400 gestiegen.

Unterdessen hat der Lipobay-Streit noch an Brisanz gewonnen. In den USA haben Aktionärsschützer eine Klage gegen den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern eingereicht. Dabei geht es laut dpa um den Vorwurf, Vorschriften der US-Börsengesetzgebung verletzt zu haben. Die Kläger werfen Bayer vor, Sachverhalte im Zusammenhang mit dem umstrittenen Medikament verschwiegen oder falsch dargestellt zu haben. Dies solle dazu geführt haben, dass der Aktienkurs der American Depositary Shares von Bayer zum Nachteil der Aktionäre "künstlich aufgebläht" worden sei.
Die Bayer AG ist als Wert in verschiedenen Nachhaltigkeitsfonds enthalten.
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