Nachhaltige Aktien, Meldungen

13.3.2007: Ein Markt mit großem Potential - Finanzvorstand erläutert gegenüber ECOreporter.de Hintergründe des US-Geschäfts der init innovation

Heute meldete die Karlsruher Telematikspezialistin init innovation in traffic systems AG einen Großauftrag aus den USA (wir berichteten, per Mausklick gelangen Sie zu dem ECOreporter.de-Beitrag). Im Gespräch mit ECOreporter.de erläuterte Bernhard Smolka, Finanzvorstand des Unternehmens, die Bedeutung des nordamerikanischen Marktes für init. Hier habe die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr rund ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet, mit steigender Tendenz. 2007 werde dieser Anteil wohl auf deutlich über 50 Prozent ansteigen, so Smolka. Nach seinen Angaben ist in den Vereinigten Staaten der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) seit Jahrzehnten vernachlässigt worden. Man habe lange Zeit auf den Individualverkehr gesetzt, mit dem Ergebnis, dass die Städte jetzt unter dem alltäglichen Verkehrschaos zu leiden hätten. Deshalb, doch nicht zuletzt auch aufgrund der stark angestiegenen Treibstoffpreise und der auch in den USA lauter werdenden Klimaschutzdiskussion, investierten die Kommunen nun stark in den Ausbau oder zumindest die Modernisierung des ÖPNV. Dafür liefere init das Equipment.

Smolka strich gegenüber ECOreporter.de die technologische Marktführerschaft seines Unternehmens in vielen Bereichen heraus. Von konkurrierenden Großunternehmen hebe man sich durch eine hohe Flexibilität positiv ab. Das gehe aus den Rückmeldungen seitens der Kunden hervor. Auf Nachfrage von ECOreporter.de erklärte er, dass init bei den Ausschreibungen in den USA einen großen Aufwand zu bewältigen habe. Allein für die Rechtsberatung müssten schnell erhebliche Summen einkalkuliert werden. Dieser Umfang des Aufwand hänge aber vor allem mit der meist enormen Größe der Aufträge zusammen. Er betonte, dass selbst eine wirtschaftliche Krise in den USA die Wachstumschancen seines Unternehmens in den Vereinigten Staaten kaum beeinträchtigen würde. Der Nachholbedarf sei zu groß, als dass bei den Investitionen in den ÖPNV nennenswerte Abstriche gemacht werden könnten. Ohnehin gebe es derzeit keine Hinweise auf eine Rezession in dem Land.

Wie der Finanzvorstand ferner ausführte, zieht auch das Deutschlandgeschäft von init jetzt wieder an. Mit einem Umsatzanteil von etwa 60 Prozent sei die Bundesrepublik früher der Hauptmarkt der Telematikspezialistin gewesen. Doch die Finanznot der öffentlichen Haushalte habe dazu geführt, dass sein Unternehmen stark auf das Auslandsgeschäft gesetzt habe. Nun gebe es allerdings hierzulande wieder mehr Ausschreibungen. Smolka bezeichnete Europa als "schönen Wachstumsmarkt" für init. Der Auftragseingang aus dieser Region sei zuletzt um 20 Prozent angestiegen.

Die Aktie gewann heute bis zum Mittag im Xetra-Handel knapp 5 Prozent hinzu und notierte bei 7,60 Euro. Auf Jahressicht liegt sie damit leicht im Minus. Nach dem allgemeinen Börseneinbruch Mitte letzten Jahres war sie im Juni auf ein Tief von 5,90 Euro eingebrochen, um sich danach wieder deutlich zu erholen. Über die letzten drei Jahre hat sich der Kurs der init-Aktie in etwa verdoppelt.

init innovation in traffic systems AG: ISIN DE0005759807 / WKN 575980

Bildhinweis: Verkaufsterminal für Busse und Bahnen der init AG / Quelle: Unternehmen
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