13.04.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.4.2006: Französischer Baustoffhersteller erprobt umweltfreundliche Zementproduktion

Den Gebrauch von fossilen Brennstoffen bei der Produktion von Zementen will der börsengelistete französische Baustoffhersteller Lafarge deutlich verringern. Wie das Unternehmen mitteilte, habe man sich entschlossen, den Einsatz alternativer Energieträger in zwei Zementfabriken des Konzerns an Standorten in Malaysia zu erproben. Nach eigenen Angaben solle versucht werden, einen Teil der bislang bei der Herstellung eingesetzten Kohle durch Biomasse zu ersetzen. Hierbei werde vor allen an die pflanzlichen Abfälle der lokalen Palmölindustrie (Schalen und Fasern von Palmnüssen) gedacht, die regelmäßig in großen Mengen anfielen. Nach internen Berechnungen könnte die Verbrennung dieser Rückstände bis zu fünf Prozent der thermischen Energie erbringen, die für die Herstellung qualitativ hochwertiger Zemente erforderlich seien. Die zu erwartende Reduzierung der Gasemissionen belaufe sich auf 60.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Wie weiter bekannt wurde, habe Lafarge für das Projekt eine Zertifizierung gemäß den Prinzipien der "Mechanismen der sauberen Entwicklung" (MSE) des Protokolls von Kyoto beantragt. Hierüber hinaus bereite das Unternehmen zwei weitere MSE-Projekte in Indien und Brasilien vor, wie weiter hieß. Schon vor Jahren habe sich Lafarge verpflichtet, seine CO2-Emissionen pro Tonne produzierten Zement bis zum Jahr 2010 um wenigstens 20 Prozent zu reduzieren.

Lafarge SA: ISIN FR0000120537 / WKN 850646
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