13.05.03

13.5.2003: IR-Verantwortliche befürworten Corporate Social Responsibility

Die Investor Relations Society, eine europäische Berufsvereinigung für Investor Relations, hat 202 ihrer Mitglieder zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) befragen lassen. Wie die Ratingagentur oekom research AG in ihrem jüngsten Newsletter berichtet, misst die Mehrheit der Befragten CSR große Bedeutung bei. So halten laut oekom 78 Prozent die Aussage "CSR-Reporting ist zentraler Bestandteil eines jeden guten Investor Relations-Programms" für zutreffend. Dem Satz "CSR verliert auch in Baissezeiten nicht an Bedeutung" konnten sich 71 Prozent der Befragten anschließen. Die Behauptung "CSR wurde als Thema überbewertet" ruft allerdings andere Reaktionen hervor, ihr würden sich 40 Prozent anschließen, 46 Prozent lehnten dieses Statement ab. Manch einem wird es inzwischen schlicht zu viel mit den regelmäßigen Nachforschungen der unterschiedlichen Lobbygruppen, "CSR-Verdrossenheit" droht. 64 Prozent der Befragten befürworteten laut dem Bericht die Aussage: "Die Flut an Fragebögen ist ein großes Problem für Investor Relations-Mitarbeiter".

Dennoch zeigt die Umfrage der Investor Relations Society nach Meinung der Initiatoren, dass CSR einen hohen Stellenwert in Investor Relations-Abteilungen einnimmt. Die meisten Unternehmen hätten erkannt, wie wichtig es sei, qualitativ hochwertige Informationen zu CSR-Themen zu publizieren. Die unterschiedlichen CSR-Lobbyisten sollten enger zusammenarbeiten und die Unternehmensinformationen untereinander teilen, so der Berufsverband. Fortwährende Kritik an Art und Menge der publizierten Informationen könnten auf Dauer das Wohlwollen der Unternehmen zunichte machen. Die Lobbyisten müssten zudem erklären, in wessen Auftrag sie arbeiten und sich generell transparenter zeigen.
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