13.05.03

13.5.2003: "Pack den Grünkohl in den Tank" - Ökosprit per EU-Gesetz

Die neuen EU-Maßnahmen zur Verbreitung "grüner" Treibstoffe werden zum Gesetz, wenn sie diese Woche vom Präsidenten des Europäischen Parlaments unterzeichnet werden. Das berichtet die EU-Kommission in Brüssel. Die neue Gesetzgebung, der der Ministerrat am 8. April zugestimmt habe, lege Ziele für die progressive Einführung von Biotreibstoffen bis 2010 fest. Die Mitgliedsstaaten hätten bis zum 31. Dezember 2004 Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Biotreibstoffe werden aus Abfällen aus Land- und Forstwirtschaft hergestellt.

Laut Loyola de Palacio, für Energie und Transport zuständige Vizepräsidentin der Kommission, sei dies ein wichtiger Schritt für eine alternative Treibstoffstrategie, die die Überabhängigkeit der EU auflösen werde. Die Maßnahme sei ferner ein weiterer Fortschritt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Transportsystem. Biotreibstoffe würden die sichere Versorgung Europas mit Energie gewährleisten, weil sie von europäischen Landwirten und Industrie hergestellt werden könnten, so die spanische EU-Vizepräsidentin. Um die Herstellung der teureren Biotreibstoffe zu ermöglichen, dürfen die Mitgliedsstaaten niedrigere Steuern auf sie erheben.

Von der Entwicklung könnten auch Umweltaktien wie die Umweltkontor Renewable Energy AG, deren Tochter Nevest eine Biodieselanlage betreibt, oder der Hersteller von Biogasanlagen farmatic profitieren.

farmatic biotech energy ag: ISIN DE0006051923 / WKN 605192
Umweltkontor Renewable Energy AG: ISIN DE0007608101 / WKN 760810
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