13.05.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.5.2006: Naturschützer werfen Metro AG Umwelt-Ignoranz vor

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wirft dem Handelskonzern Metro AG unverantwortlichen Umgang mit Umweltressourcen vor. So verkauften die Metro-Töchter Saturn und Media-Markt zu viele energiefressende Elektrogeräte und ließen die Kunden darüber im Unklaren. Nur jeder vierte von Metro verkaufte Kühlschrank gehöre in die Kategorie energieeffizienter Geräte der Klassen "A plus" oder "A plus plus". Damit verbrauchten die meist verkauften Kühlschränke doppelt so viel Strom wie nötig.

"Die Stromfresser müssen endlich aus den Regalen verschwinden und die sparsamsten Geräte verstärkt beworben werden", fordert daher BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Würden alle Elektrohandelsketten nur noch die effizientesten Geräte verkaufen, könnte der CO2-Ausstoß um bis zu 20 Millionen Tonnen pro Jahr verringert werden. Sparsame Kühlschränke benötigten etwa 50 Prozent, effiziente Wäschetrockner 40 Prozent weniger Strom. Bei der Beleuchtung ließen sich 60 Prozent einsparen.

Gegenüber der Frankfurter Rundschau wies Hans Georg Schröter von der Media-Saturn-Holding die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen sei vielmehr ein "Wegbereiter für stromsparende Geräte". Media Markt und Saturn brächten schon immer Innovationen auf den Markt, darunter "in hohem Maße" energieeffiziente Elektrogeräte. Die Fachberater würden geschult, um Kunden von den Vorteilen stromsparender Geräte zu überzeugen.

Auch die Deutsche Umwelthilfe hatte im vergangenen Jahr die mangelnde Energie-Kennzeichnung von Elektrogeräten bei Metro kritisiert (ECOreporter.de berichtete). Die Aktie der Metro AG ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsindices und -fonds enthalten.

Metro AG: ISIN DE0007257503 / WKN 725750
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