13.06.03

13.6.2003: Wertverlust der Anleihe — Gerling wäscht Hände in Unschuld

Der Kölner Versicherungskonzern Gerling wehrt sich gegen Vorwürfe von Käufern seiner im August 2001 ausgegebenen Anleihe. Das Papier der stark unter Druck stehenden Gerling-Tochter Gerling Globale Rück hat laut einem Bericht der Zeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) seit der Auflage mehr als 60 Prozent seines Wertes verloren. Eine Gruppe verärgerter Investoren, ein Großteil davon aus Deutschland, vertritt die Auffassung, dass das Gerling-Management bereits im Vorfeld von den Problemen des Rückversicherers gewusst hat. Die Verantwortlichen hätten die Schwierigkeiten bewusst verschwiegen, so die Kritiker. Das Unternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2002 ein Defizit in Höhe von 583 Mio. Euro aus dem Rückversicherungsgeschäft.

Wolfgang Rüdt, stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung des Gerling-Konzerns, wies gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Kritik zurück: "Die Vorwürfe sind ungerechtfertigt, es war nicht abzusehen, dass nach Begebung der Anleihe solche großen Schadensbelastungen auf uns zukommen würden", so Rüdt.
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