13.06.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.6.2006: Thailändischer Solarzellenhersteller geht an die Börse - Gute Chancen für deutsche Unternehmen auf dem thailändischen Markt

An die Börse will der thailändische Hersteller von Transformatoren und Solarzellen Ekarat Engineering Plc. Wie die Bangkok Post berichtet, begibt das Unternehmen 182 Millionen Aktien zu einem Preis von umgerechnet 0,06 Euro. Die Zeichnungsfrist laufe vom 15. bis 16. Juni, der erste Handelstag sei für den 30. Juni vorgesehen. Nach dem Börsengang befänden sich voraussichtlich 23 Prozent der Aktien in Streubesitz, der Rest werde von vier thailändischen Familien gehalten. Die Gesellschaft erzielt laut der Meldung aktuell 86 Prozent des Umsatzes durch den Verkauf von Transformatoren und sechs Prozent durch Solarzellen. In Zukunft solle sich das Verhältnis wandeln, dann sollten 60 Prozent mit Photovoltaik umgesetzt werden. Das Unternehmen setzt wegen der Marktknappheit in diesem Sektor auf einen Nachfrageschub.

Mit einem boomenden Solarmarkt in Thailand ausgelöst durch steigende Rohölpreise rechnet auch die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai). Daraus ergäben sich auch gute Chancen für deutsche Firmen, die ihr Know-How vor Ort vermarkten wollen. Die positiven Aussichten würden auch von einem Regierungsprogramm zur Förderung von Photovoltaik-Wohnhäusern gestützt. Demnach soll die Kapazität bei Sonnenenergie von sechs Megawatt (MW) im Jahr 2003 auf 250 MW im Jahr 2010 steigen.

Hauptakteure auf dem thailändischen Markt sind bfai-Angaben zufolge die seit 2005 börsennotierte Solartron mit einem Marktanteil von 80 Prozent und einer jährlichen Solarzellenkapazität von 30 Megawatt und Ekarat Engineering Plc. Ekarat betreibe in der Chachoengsao Provinz eine Solarzellen-Fabrik mit einer Leistung von zwölf Megawatt und plane für 2007 eine 25-Megawatt-Anlage in Rayong.

Bildhinweis: Auch in Asien boomt die Solarbranche: Solarmodul der Solar-Fabrik AG / Quelle: Unternehmen
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x