13.07.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

13.7.2005: Erfolg als H?ndler und Projektierer, keine Sorgen um Wachstum - ECOreporter.de-Interview mit Andreas H?nel, Vorstandsvorsitzender der Ph?nix SonnenStrom AG

F?r den Solargro?h?ndler und Anlagenprojektierer Ph?nix SonnenStrom AG ging es in den letzten Monaten nur noch aufw?rts: Im ersten Quartal 2005 verdoppelte sich das Ergebnis auf knapp 800.000 Euro. Die Marge beim Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT-Marge) stieg auf 5,6 Prozent, nach 2,6 Prozent im ersten Quartal 2004. Zum 1. Juli wechselte die Gesellschaft in das neue Qualit?tssegment der B?rse M?nchen, "M:access". Und eine US-amerikanische Gro?bank empfahl vor wenigen Wochen den Kauf der Aktie. ECOreporter.de sprach mit Andreas H?nel, Vorstand der Ph?nix SonnenStrom AG, ?ber die Situation an den M?rkten und die weiteren Aussichten seines Unternehmens.


ECOreporter.de: Herr H?nel, der Markt für Photovoltaik ist in den letzten beiden Jahren wie entfesselt gewachsen. Wie lange kann das noch so weiter gehen? Wie gro? ist die Gefahr eines "roll back" und kann man sich darauf vorbereiten?
Andreas H?nel: Tats?chlich ist der Photovoltaik-Markt in den letzten beiden Jahren um rund 400 Prozent gewachsen. Diese Wachstumsraten lassen sich nicht einfach in die Zukunft fortschreiben. Allein schon die aktuelle Knappheit beim Solarsilizium wird die Marktentwicklung voraussichtlich in den n?chsten beiden Jahren hemmen. Trotzdem d?rfte das Wachstum mit jeweils rund 20 Prozent immer noch auf sehr hohem Niveau bleiben. Einen "roll back" sehe ich nicht, schlie?lich ist es eines der wichtigsten Ziele den Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung in den kommenden Jahren signifikant zu steigern. Dabei k?nnen wir uns keinen kleiner werdenden Markt leisten.


ECOreporter.de: Die Unternehmen scheinen derzeit im Wettstreit darum zu liegen, wer schneller w?chst, wer die Produktion rascher ausbaut, wer das gr??te Projekt errichtet. Es wird sehr schnell sehr viel Geld investiert. Besteht da nicht die Gefahr der ?berhitzung?
H?nel: Es gibt einen Nachfrage?berhang nach Photovoltaik-Anlagen, der beg?nstigt die Expansion. Gleichzeitig d?rfte sie durch Siliziumknappheit gebremst werden, denn wer baut gerne Anlagen, die dann nicht ausgelastet sind, abgeschrieben werden m?ssen und nur Geld kosten.


ECOreporter.de: Welche Gesch?ftsbereiche der Ph?nix SonnenStrom AG entwickeln sich zurzeit am erfolgreichsten?
H?nel: Wir haben in allen unserer drei Gesch?ftsbereiche - im Nationalen und Internationalen Gesch?ft sowie im Gro?anlagenbau - erfreulich starke Zuwachsraten. Einen gro?en Sprung wird in diesem Jahr der Gro?anlagenbau und das Internationale Gesch?ft machen. Der Gro?anlagenbau vor allem durch die 5,3 Megawatt peak (MWp) Anlage in Miegersbach, das Internationale Gesch?ft durch die erfreuliche Entwicklung in Spanien.


ECOreporter.de: Wie stellen Sie sich die Entwicklung Ihres Unternehmens in den n?chsten zwei bis f?nf Jahren vor? Werden Sie das bisherige Gesch?ftsmodell beibehalten?
H?nel: Unser Gesch?ftsmodell der Konzentration auf die Photovoltaik, ohne Einstieg in die Modulproduktion oder andere Erneuerbaren Energien, hat sich bew?hrt und wir planen auch in Zukunft daran festzuhalten. In der Photovoltaik steckt noch so viel Wachstumspotential, dass wir uns in den n?chsten Jahren um unser Wachstum keine Sorgen zu machen brauchen.


ECOreporter.de: Zum 1. Juli sind Sie mit Ihrer Aktie in das neue Qualit?tssegment der B?rse M?nchen "M:access" gewechselt. Was versprechen Sie sich von diesem Schritt?
H?nel: Mit unserem B?rsenlistings im November vergangenen Jahres wollten wir vor allem eine Handelsplattform für unsere Aktion?re schaffen, die uns seit vielen Jahren die Treue gehalten haben. Nachdem unsere Aktien jetzt an der B?rse gehandelt werden und wir im April auch schon eine erfolgreiche Kapitalerh?hung durchgef?hrt haben, wollen wir uns am Kapitalmarkt rasch weiterentwickeln. Dazu kommt uns das neue Mittelstandssegment M:access der B?rse M?nchen gerade recht. M:access stellt h?here Folgepflichten an ein Unternehmen, wie eine unterj?hrige Berichterstattung oder die Teilnahme an Analystenkonferenzen. Wir verpflichten uns - ganz im Sinne unserer Aktion?re - zu mehr Transparenz und schaffen damit mehr Vertrauen in unsere Aktie.


ECOreporter.de: Sie haben spektakul?re Projekte wie das Sonnenkraftwerk auf dem Dach der Messe M?nchen realisiert. Woran arbeiten Ihre Planer im Augenblick? Wird es auch Ph?nix-Kraftwerke im Ausland geben?
H?nel: Im Augenblick realisieren wir eine 5,3 MWp Anlage in Bayern, die bis zum Jahresende am Netz sein wird. Dar?ber hinaus gilt das Augenmerk unserer Planer vor allem dem spanischen Markt. Ob wir dort noch eine Realisierung in diesem Jahr schaffen h?ngt unter anderem von der Modulverf?gbarkeit ab.


ECOreporter.de: Setzen Sie bei k?nftigen Gro?projekten mehr auf Freilandanlagen oder Aufdach-Installationen?
H?nel: Aufdachanlagen sehen wir in Deutschland in der Zukunft weiterhin mit gro?em Potential. Freifeldanlagen werden, aufgrund der gestiegenen Modulpreise, an Attraktivit?t verlieren. Um professionelle Fondsentwickler anzuziehen eignen sich zuk?nftig gro?e Freifeldanlagen im Ausland.


ECOreporter.de: Die US-amerikanische Gro?bank Citigroup hat die Aktie Ihres Unternehmens in einer j?ngst vorgelegten Studie zum Kauf empfohlen. Die Analysten trauen Ihnen ein ?berdurchschnittliches Wachstum und stark steigende Gewinne zu. Von der Zielmarke von vierzehn Euro, die die Citigroup genannt hat, sind Sie nicht mehr weit entfernt. Wo sehen Sie die Ph?nix Sonnenstrom-Aktie Ende 2005?
H?nel: Bisher sind wir in fast allen Studien als eine der g?nstigsten Solaraktien eingestuft worden. Kursprognosen gebe ich allerdings grunds?tzliche keine ab.


ECOreporter.de: Herr H?nel, wir danken Ihnen für das Gespr?ch!

Ph?nix SonnenStrom AG: ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9

Bild: Dr. Andreas H?nel / Quelle: Unternehmen
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