Nachhaltige Aktien, Meldungen

13.9.2006: Spanischer Ministerpräsident stellt rasche Lösung im Streit um Endesa-Übernahme durch E.on AG in Aussicht

Ein Ende des Streits um die Übernahme des spanischen Energiekonzerns Endesa durch die Düsseldorfer E.on AG rückt näher. Medienberichten zufolge kündigte der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Meersburg am Bodensee an, in Kürze eine Lösung zu präsentieren. Die Brüsseler EU-Kommission hatte der spanischen Energiebehörde CNE eine Frist bis zum 13. September gesetzt, binnen derer die CNE sich zu 19 Auflagen äußern sollte, mit denen die Fusion blockiert worden war. Laut Zapatero wird nun das Industrieministerium des Landes zu der Angelegenheit Stellungnahme nehmen. "Ich habe der Bundeskanzlerin erklärt, dass das spanische Industrieministerium in den nächsten Tagen das Problem löst", wird der spanische Ministerpräsident zitiert.
Wie es weiter hieß, sieht Pedro Solbes, spanischer Wirtschaftsminister, die Möglichkeiten für eine rasche Lösung des Streits skeptisch. Er habe in Madrid gesagt, dass man nicht davon sprechen könne, bereits kurz vor einer Lösung zu stehen.

Laut einem Bericht des spanischen Wirtschaftsblatts "Cinco Días" in seiner Internetausgabe soll die Regierung in Madrid aber bereits beschlossen haben, die meisten Auflagen aufzuheben. Die Atom- und Kohlekraftwerke von Endesa werde E.on behalten dürfen, hieß es, auch die Stromversorgung auf den Balearen und den Kanarischen Inseln müssten die Düsseldorfer nicht abtreten. Als Gegenleistung solle das Unternehmen darauf verzichten, in Lateinamerika zu investieren. Die E.on AG wäre nach einer Übernahme der Endesa laut den Meldungen der größte Energiekonzern der Welt.

Empresa Nacional de Electricidad SA (Endesa): ISIN ES0130670112 / WKN 871028
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