14.11.01

14.11.2001: StadtWerk Berlin KG bietet ökologischen Immobilienfonds an

Die StadtWerk Berlin KG eröffnet grün orientierten Anlegern eine der seltenen Chancen, ihr Geld in einem ökologischen Immobilienfonds anzulegen. Die im Jahr 2000 gegründete Kommanditgesellschaft (KG) bietet nach eigenen Angaben eine private Beteiligungsmöglichkeit an der Berliner Stadterneuerung. Die Gesellschaft will Mietshäuser erwerben und diese mit Hilfe öffentlicher Fördermittel und privater Einlagen sanieren. Dabei werde auf ökologische Bauweise (baubiologisch und energiesparend) und den einvernehmlichen Umgang mit den Mietern besonderer Wert gelegt, hieß es. Die Wohnungen und Gewerbeeinheiten sollten auch nach Abschluss der Sanierung im Eigentum der Gesellschaft bleiben und langfristig vermietet werden.
Das Land Berlin und die Bundesregierung förderten die umfassende Erneuerung von Wohnungen und ihre Sanierung, besonders auch in Verbindung mit ökologischen Maßnahmen. Dabei bilde der Einsatz privater Mittel die Grundlage, so StadtWerk Berlin.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Immobilienfonds handele es sich nicht um einen geschlossenen Immobilienfonds, erläuterte das Unternehmen. Der Anleger nehme an der gesamten Entwicklung der Gesellschaft teil. Insofern verringere sich das mit einzelnen Immobilien verbundene Risiko.

Der im Berliner Immobiliengeschäft seit 1996 selbständig tätige 29jährige Fabian Tacke leitet das Unternehmen als vollständig haftender Komplementär der KG. Er übernimmt damit die unbeschränkte persönliche Haftung; dies stellt eine Besonderheit des Fonds dar. Bei anderen Immobilienfonds ist der Komplementär in der Regel eine in der Haftung beschränkte GmbH. Im Beirat des Unternehmens arbeiten ein Steuerberater, ein Rechtsanwalt und eine Abgeordnete der Grünen mit.

Das erste Projekt der Gesellschaft befindet sich in einem Sanierungsgebiet des Berliner Bezirks Lichtenberg. Ein Fördervertrag mit dem Land Berlin sei bereits abgeschlossen, so StadtWerk Berlin. Der Kaufpreis sei durch Einlagen, Eigenmittel in Höhe von 400.000 DM und ein Darlehen der UmweltBank AG gesichert. In der ersten Stufe benötigte man 475.000 DM Kommanditkapital, davon seien sind noch 200.000 DM zu zeichnen. Anleger könnten sich ab einer Mindestsumme von 10.000 DM beteiligen. Ein Ausgabeaufschlag werde nicht erhoben. Später wolle man jeweils projektbezogene Kapitalerhöhungen durchführen.

Mit einer Beteiligung an der StadtwerkBerlin KG soll der Anleger laut Prognoserechnung in unterschiedlicher Weise profitieren. Zusätzlich zu den geplanten Ausschüttungen in Höhe von vier bis fünf Prozent im Jahr kann eine steuerliche Verlustzuweisung möglich sein..
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